Wettbewerb der Schützen August Poelker ist der neue Kaiser von Ostrhauderfehn
Er setze sich am Samstagabend nach 59 Schüssen durch. Auch in drei weiteren Wettbewerben wurden beim Vereinsheim an der Kirchstraße neue Würdenträger ermittelt.
Ostrhauderfehn - Am Samstag wurde in Ostrhauderfehn der Vogel abgeschossen – und zwar vier Mal. Beim Kampf um den Kaisertitel setzte sich dabei August Poelker nach 59 Schüssen durch. 2015 war er bereits Schützenkönig in Ostrhauderfehn – nun löst er den vorherigen Kaiser Heinrich Feldkamp ab. Fünf Jahre wird seine Amtszeit andauern, seine Proklamation erfolgt im August beim Schützenfest.
Neuer Gemeindekönig wurde Marc Neeland, amtierender Schützenkönig des Schützenvereins Ostrhauderfehn. Gemeindejugendkönigin ist die zwölfjährige Laura Troitzschel, derzeitige Adjutantin des Holterfehner Jugendkönigsthrons. Zusätzlich wurde mit Hannelore Kuhlmann-Meyer, Königin des Schützenvereins Holterfehn, die neue Dorfkönigin ausgeschossen.
Marsch bis zum Schießplatz
Bereits gegen 13 Uhr traten die Ostrhauderfehner Schützen, gemeinsam mit dem Spielmannszug an. Zunächst wurde der – nun vorherige – Kaiser Heinrich Feldkamp abgeholt. Auf dem Rückweg gesellten sich dann die Schützenvereine Holterfehn, Idafehn und Langholt zum Marsch dazu. Gegen 16 Uhr wurde der Schießstand angepeilt.
Auch in diesem Jahr verfolgten viele Anwohner bei strahlendem Wetter gespannt das Kaiserschießen. Für ausgiebige Verpflegung während des Wettbewerbs war durch verschiedene Buden auf dem Gelände gesorgt. Die Kinder konnten sich an der bereitgestellten Hüpfburg erfreuen. Am Abend ließen sich Kaiser & Co. dann noch ausgiebig feiern.
Neuer Standort für das Schießen
Besonderheit in diesem Jahr war der Standort, an dem geschossen wurde. Zum ersten Mal fand das diesjährige Schießen nämlich nicht auf der alten Beeke an der Langholter Straße statt, sondern beim Vereinszentrum des Ostrhauderfehner Schützenvereins. „Hier war die Organisation einfach leichter für uns“, erklärt Mareike Neeland, Mitglied im Vorstand des Schützenvereins Ostrhauderfehn.
Auch das Jahr 2023 ist für das diesjährige Kaiserschießen nicht unbedeutend. Die Schützen aus Ostrhauderfehn feiern nämlich bereits ihr 95-jähriges Bestehen. Das Kaiserschießen gibt es dagegen in der Umgebung noch nicht so lange, wie den Verein: Seit rund 45 Jahren wird um den Titel gekämpft. Zunächst wurde dabei alle zehn Jahre ein neuer Kaiser ernannt. Dies änderte sich mit der Zeit: Seit 1998 wird der Wettbewerb alle fünf Jahre ausgetragen. „Wenn der Kaiser ausgeschossen wird, ist immer gute Stimmung“, so Neeland.