Touristen und Jemgumer profitieren Neue Wege – Einkaufen und Snacken an der Dollard-Route
Radtouristen auf der Dollard-Route auf der Suche nach einer Stärkung haben jetzt in Jemgum bessere Karten. Auch für die Einwohner wird es einfacher.
Jemgum - Im vergangenen Jahr waren in Jemgum 125.000 Fahrradfahrer auf der Internationalen-Dollard-Route unterwegs. Zwischen Bingum und Ditzum sind die Möglichkeiten, sich mit einem Snack und einem Erfrischungsgetränk zu stärken, rar gesät. Damit Ortsunkundige jetzt die ungeahnten Einkaufsmöglichkeiten im Ort entdecken können, wurden zwei neue Fuß- und Radwegeverbindungen im Ort geschaffen. An diesem Donnerstag wurden sie offiziell ihrer Bestimmung übergeben.
„Zum einen handelt es sich um den Radweg am Sportzentrum des SV Ems Jemgum – die Verbindung zur Internationalen-Dollard-Route“, so Jemgums Bürgermeisterr Hans-Peter Heikens. Als zweites Projekt konnte aber auch der Weg vom Rathaus in die Lange Straße im Ortskern ganz neu gestaltet werden. Mit diesen beiden Wegeverbindungen würden nach seinen Worten die Einkaufsmöglichkeiten in Jemgum gestärkt.
Fernab vom Verkehr in den Ort
Fahrradfahrer, die am Deich auf der Dollard-Route unterwegs sind, könnten den Einkaufsmarkt nun einfacher erreichen, so Heikens. Andererseits können jetzt Besucher, die am Wochenende gerne rund ums Rathaus parken, gezielter und auf direktem Weg fernab der Hauptverkehrsstraße in den Ortskern geleitet werden. Der Weg sei nach seinen Worten aber auch beliebt bei Jemgumern, die einen Rollator benutzen oder auf den Rollstuhl angewiesen sind.
Bei den beiden Maßnahmen handelt es sich um zwei Projekte im Rahmen des Förderprogramms Perspektive Innenstadt. Das Geld stammt aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung, kurz EFRE, und sei laut Heikens als Teil der Reaktion der EU auf die Covid-19-Pandemie zu verstehen. Bei der Beantragung hatte sich Jemgum mit der Gemeinde Bunde zusammengeschlossen.
„Insgesamt haben wir hier die volle Förderung ausgeschöpft. Die Gemeinde Jemgum hat 195.000 Euro als 90-prozentigen Zuschuss der EU erhalten. Zusammen mit unserem eigenen Anteil von zehn Prozent haben wir damit etwas mehr als 216.000 Euro in beide Wegeverbindungen investiert“, so Heikens. Beide Wegeverbindungen und Brücken sind barrierefrei gestaltet. Damit Ortsunkundige auf die Einkaufsmöglichkeiten aufmerksam werden, sollen noch entsprechenden Hinweisschilder aufgestellt werden.