Wunstorf  Air Defender 2023 in Wunstorf: Welche Flugzeuge kommen und wo man fotografieren kann

Stefanie Witte
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Von Stefanie Witte
| 29.05.2023 15:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Der Airbus A400M mit einer Sonderfolierung für den Air Defender 2023. Foto: Francis Hildemann/dpa
Der Airbus A400M mit einer Sonderfolierung für den Air Defender 2023. Foto: Francis Hildemann/dpa
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Militärflugzeuge und -hubschrauber aus 24 Ländern kommen Mitte Juni nach Deutschland. Was erwartet Besucher und Planespotter am Fliegerhorst Wunstorf bei Hannover?

Fliegerspektakel über Deutschland: Für den 12. bis 23. Juni kündigt die Bundeswehr die größte Verlegeübung von Luftstreitkräften seit Bestehen der NATO an, den Air Defender 2023. Rund 10.000 Übungsteilnehmer aus 24 Nationen sollen mit mehr als 220 Luftfahrzeugen den Ernstfall proben. Ein wichtiges Drehkreuz: Der Fliegerhorst Wunstorf westlich von Hannover. Hier ist normalerweise das Transportflugzeug A400M stationiert. Ab Ende Mai wird der Standort zentral in den Air Defender eingebunden sein.

Beim Air Defender wird die NATO-Luftverteidigung geübt. Dabei geht es unter anderem um die schnelle Verlegung von rund 100 Luftfahrzeugen aus den USA nach Deutschland.

Wunstorf, genauer das Lufttransportgeschwader 62, wird Hauptumschlagplatz sein. Zusätzlich zum regulären Betrieb sollen hier 13 Luftfahrzeuge und rund 600 Soldaten aus anderen NATO-Staaten zu Gast sein.

Wunstorf wird dabei selbst kein Übungsraum sein. Die gesperrten Korridore liegen im Norden über Nord- und Ostsee. Zudem sollen in Wunstorf keine Kampfjets stationiert werden. Der Fliegerhorst dient aber als Ausweichplatz, sodass es durchaus vorkommen kann, dass auch dort mal ein Jet landet.

Vor allem wird man in Wunstorf also den A400M, das Transport- und Tankflugzeug der Bundeswehr, sehen. Das Flugzeug ersetzte Ende 2014 das Transportflugzeug Transall. Der Schulterdecker mit vier Propellermotoren kann wahlweise 114 Soldaten transportieren oder Panzer. Außerdem kann er andere Flugzeuge in der Luft betanken. Er kann auf Gras, Sand und Schotter landen. In Wunstorf rollt der A400M auf einer klassischen, asphaltierten Piste.

Während der Übung sind in Wunstorf außerdem vor allem amerikanische Muster zu erwarten, so etwa das Transportflugzeug C-130 Hercules und das Airbus-Pendant von Boeing, die C-17 Globemaster.

Als Ausweichflugplatz kann es auch sein, das etwa Kampfjets in Wunstorf landen. So nimmt Deutschland an der Luftübung mit Eurofightern, Tornados und weiteren Betankungsflugzeugen vom Typ A330 AAR teil, außerdem mit Hubschraubern und zwei Learjets 35.

Aus 24 Partner-Nationen kommen weitere Flugzeugmuster nach Deutschland. Darunter etwa die Kampfjets F-35, F-15 und F-16, Drohnen, ein NATO-Awacs-Aufklärer, aber auch seltenere Modelle wie die Kawasaki C-2, ein japanisches Transportflugzeug.

Wer mindestens den A400M, aber möglicherweise auch exklusivere Muster sehen und fotografieren will, hat in Wunstorf gute Chancen: Der Chef des Stützpunktes, im Bundeswehrdeutsch Kommodore genannt, Oberst Christian John, erklärte kürzlich bei einer Pressekonferenz, dass Planespotter willkommen seien. Fotografen und Luftfahrtinteressierte könnten sich am Startbahnkopf oder an der Umgehungsstraße des Fliegerhorstes positionieren. „Wir unterbinden das nicht”, sagte John. Wenn viele Interessierte kämen, wolle man sogar eigenes Personal abstellen, das Flugzeuge und Flüge erkläre.

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