Köln  VfL Osnabrück: Was an den beiden Treffern in Köln so besonders war

Susanne Fetter, Harald Pistorius
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Von Susanne Fetter, Harald Pistorius
| 22.05.2023 10:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Der Vorbereiter und der Vollstrecker: Ba-Muaka Simakala und Henry Rorig. Foto: osnapix / Titgemeyer
Der Vorbereiter und der Vollstrecker: Ba-Muaka Simakala und Henry Rorig. Foto: osnapix / Titgemeyer
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2:0 gewann der VfL Osnabrück in der 3. Fußball-Liga bei Viktoria Köln. Zwei Tore, zwei Geschichten: Das eine wie am Computer geplant, das andere wie ein Gemälde auf die Leinwand geworfen.

Tobias Schweinsteiger genügte ein kurzer Satz, um dem Hype um die brillante Vorarbeit von Ba-Muaka Simakala die Spitze zu nehmen. „Das 2:0 hat Henry überragend reingemacht“, sagte der Trainer des VfL – und lächelte dabei.

Natürlich steht Rorig – dem zum zweiten Mal nach später Einwechslung ein Jokertor gelang – als Schütze in den Statistiken. Doch nach dem Spiel in Köln staunten und schwärmten alle über das atemberaubende Dribbling von Simakala und seine perfekte Vorlage für Rorig. In den acht Sekunden nach der Ballannahme und dem Abspiel hatte der VfL-Topscorer (18 Treffer, 13 Assists) die Kölner Handle, Schultz und Greger auf engstem Raum ausgetanzt und den Ball quergelegt auf den zweiten Pfosten wo Rorig den Ball zum erlösenden 2:0 ins Eck schob.

„Ich bereite genauso gern Tore vor, wie ich sie erziele“, sagte Simakala über die spektakuläre Aktion. In die Auswahl zum „Tor des Monats“ könnte es der Treffer allemal bringen.

Insgesamt war das Tor typisch für die Spielweise des VfL. Ballgewinn Lukas Kunze in der eigenen Hälfte, brillante Zidane-Drehung von Robert Tesche, Steilpass von Erik Engelhardt – ein perfekter Umschaltmoment, den Simakala grandios weiterführte.

Und das 1:0? War auch typisch für den VfL. Zum elften Mal gelang ein Tor nach einer Ecke. Zum neunten Mal servierte Florian Kleinhansl den Ball, den „Zinedine“ Tesche, wie ihn Torwart Philipp Kühn später nannte, ins Tor köpfte – nicht weil er am höchsten sprang, sondern im richtigen Moment. „Er hat das Gefühl dafür, wo der Ball runterkommt, und das richtig Timing beim Sprung“, sagte Schweinsteiger über den achten Saisontreffer des Routiniers, der eine Woche nach seiner Gelbsperre überragte. In dem intensiven, zweikampfreichen Spiel sah kein Osnabrücker die Gelbe Karte, zum zweiten Mal in dieser Saison.

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