Osnabrück Das könnte bei der Bremen-Wahl am Wochenende spannend werden
Am Wochenende wählt Bremen. Die Wahl ist ein Stimmungstest für die Bundesparteien in diesem Jahr. Interessant dürfte auch werden, was aus wütenden Bürgern wird.
Was kümmert einen Nicht-Bremer die Wahl im kleinsten deutschen Bundesland? Der verschuldete Stadtstaat hat nicht einmal eine Million Bürger. Dennoch dürften ein paar Punkte in der Hansestadt interessant werden.
Die Bürgerschaftswahl ist vor den großen Landtagswahlen im Oktober in Hessen und Bayern ein weiterer Stimmungstest unter Realbedingungen für die Bundesparteien.
Da wäre die SPD, die das Land Bremen seit dem Zweiten Weltkrieg regiert. Zwar war die CDU beim letzten Mal stärkste Kraft. Die SPD scheint aber wieder fester im Sattel zu sitzen. Spannend wird, welche Auswirkungen der Scholz-Effekt auf die Ergebnisse in der Hansestadt hat. Wird der mittelmäßig beliebte Kanzler seinen Parteifreunden schaden?
Grüne und Linke jedenfalls sind in Umfragen gleichermaßen erfolglos. Und das, obwohl etwa die linke Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt mit ihrer Arbeit durchaus viele überzeugt. Unverdient strahlt auch hier die Bundespolitik aus. Sahra Wagenknecht lässt grüßen.
Und dann sind da noch die populistischen, sogenannten „Bürger in Wut”. Nicht gerade ein konstruktiver Titel. Doch nachdem die AfD in maximaler Inkompetenz gleich zwei Wahllisten einreichte und dadurch gar nicht antreten durfte, bleibt akut wütenden Bremer Bürgern wohl nur noch diese Alternative. Ob AfD oder weitere Parteien dieser Couleur – auch die Bundesrepublik wird wohl auf Dauer von rechtspopulistischen Parteien nicht verschont bleiben.