Energiedienstleister Finanzchef verlässt EWE-Vorstand
Bei der Oldenburger EWE AG gibt es einen Chefwechsel. Es geht um den wohl zweitwichtigsten Posten.
Oldenburg - Der Finanzvorstand des Oldenburger Energiedienstleisters EWE will seinen Posten in einem Jahr räumen. Am 31. Mai 2024 soll der Vertrag von Wolfgang Mücher auslaufen. Das teilte der Konzern am Freitag mit.
„Wir danken Wolfgang Mücher für die frühzeitige Mitteilung seiner Entscheidung und auch die Bereitschaft, seinen Vertrag noch bis zum 31. Mai 2024 zu verlängern, um die Arbeiten am Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 zu begleiten“, sagte Bernhard Bramlage, Vorsitzender des Aufsichtsrates der EWE AG, laut Mitteilung. „Das ist wichtig nach einem Geschäftsjahr mit außergewöhnlichen Herausforderungen gerade auch für das Finanzressort, und so wird auch ein ausreichender zeitlicher Vorlauf für die Regelung der Nachfolge gesichert. Diese Bereitschaft haben wir gerne aufgenommen.“
Neue Aufgaben für den Finanzvorstand
Mücher gehört dem Vorstand der EWE AG seit dem 1. März 2016 an. Zuletzt hatte er gemeinsam mit Vorstandschef Stefan Dohler ausgezeichnete Zahlen vorgelegt. Laut Mitteilung will sich Mücher in einem Jahr neuen Aufgaben mit beratendem Schwerpunkt oder bei der Wahrnehmung von Gesellschafterrechten widmen.
Bernhard Bramlage, der als Aufsichtsratsvorsitzender nun Mücher quasi verabschiedete, ist selbst nicht mehr lange im Amt. Der langjährige Vorsitzende des EWE-Aufsichtsrates wird sein Mandat noch in diesem Monat niederlegen. Das hatte der Oldenburger Konzern vor gut drei Monaten mitgeteilt. Nach über zehn Jahren im Aufsichtsrat, davon fünf Jahre als Vorsitzender, scheide der 73-jährige Leeraner Ende Mai turnusgemäß aus dem Aufsichtsrat und zuvor auch aus den Gremien des EWE-Verbandes aus.
Bernhard Bramlage wurde in Friesoythe geboren. Er war nach Abitur und Studium der Rechtswissenschaften unter anderem Stadtdirektor in Delmenhorst und Northeim. Im Jahr 2001 wurde er Landrat in Leer. In diesem Amt wurde er in zwei Wahlen bestätigt und stand bis zu seinem Ausscheiden Ende Oktober 2016 an der Spitze des Landkreises Leer.