Hamburg Apple veröffentlicht „Sicherheitsmaßnahme“ für iPhone und Co.: Was Nutzer wissen müssen
In dieser Woche erleben Apple-Nutzer eine Premiere: Das Unternehmen verteilt statt eines Updates eine sogenannte Sicherheitsmaßnahme an iPhones, iPads und Mac-Computer. Was es damit auf sich hat und was Nutzer tun müssen.
In der Regel schließen Tech-Unternehmen wie Apple, Google oder Microsoft Sicherheitslücken mit Softwareupdates. Dafür müssen Nutzer größere Datenmengen herunterladen und die Installation samt Neustart dauert nicht selten bis zu 30 Minuten. Apple geht nun einen anderen Weg.
Der US-Konzern hat zum ersten Mal eine sogenannte schnelle Sicherheitsmaßnahme für die Betriebssysteme von iPhone, iPad und Mac ausgespielt. So nennt Apple seine Adhoc-Aktualisierungen zwischen den regulären, größeren Updates. Dazu gehört zum Beispiel iOS 16.5, das laut Apple spätestens in der Woche von Montag, 15. Mai, mit zwei neuen Funktionen erscheinen soll.
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Im Vergleich zu herkömmlichen Updates haben Apples Sicherheitsmaßnahmen Vorteile für die Nutzer:
Echte Nachteile gibt es erst einmal nicht – immerhin verspricht die kostenlose Aktualisierung, das Gerät sicherer und besser zu machen. Ein Minuspunkt ist jedoch die fehlende Transparenz. Während Apple bei herkömmlichen Updates – mal mehr, mal weniger genau – erklärt, welche Neuheiten Nutzer bekommen, bleibt das Unternehmen bei den Sicherheitsmaßnahmen sehr allgemein; die Rede ist von „wichtigen Sicherheitskorrekturen“.
Apple selbst erklärt auf seiner Webseite, dass Sicherheitsmaßnahmen Programme wie den Safari-Browser verbessern und Lücken schließen können, „die möglicherweise ausgenutzt oder von Dritten gemeldet wurden“. Alleine das zeigt, dass Nutzer die Aktualisierungen dringend laden sollten, um kein unnötiges Risiko einzugehen.
Wer die Sicherheitsmaßnahmen deaktiviert hat oder sie ablehnt, wenn sie angeboten werden, erhält sie gesammelt mit dem nächsten größeren Update für iOS, iPadOS und macOS.
Nutzer finden die Sicherheitsmaßnahmen unter Systemeinstellungen > Allgemein > Softwareupdate > Automatische Updates > Sicherheitsmaßnahmen und Systemdateien installieren. Ist der Schalter grün, sind die Updates aktiviert und werden bei Verfügbarkeit angeboten.
Apple hat die Sicherheitsmaßnahme für die neuesten Versionen seiner Betriebssysteme bereitgestellt: für iOS 16.4.1, iPadOS 16.4.1 und macOS 13.3.1. Sobald Nutzer die Sicherheitsmaßnahme installiert ist, wird die Versionsnummer mit einem (a) versehen – also zum Beispiel iOS 16.4.1 (a). Ob dem so ist, prüfen Nutzer unter Systemeinstellungen > Allgemein > Softwareupdate.
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