Internationale Teilnehmer  Von Argentinien zum Ossiloop

Rieke Heinig
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Von Rieke Heinig
| 27.04.2023 17:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Daniela Höfers (links) und Gaston Rizzi machen eine Ausbildung zu Berg- und Trekkingführern in Argentinien. Fotos: Privat
Daniela Höfers (links) und Gaston Rizzi machen eine Ausbildung zu Berg- und Trekkingführern in Argentinien. Fotos: Privat
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Daniela Höfers und Gaston Rizzi leben eigentlich in Argentinien. Auf ihrem Deutschland-Besuch haben sie es sich nicht nehmen lassen, mit der ostfriesischen Verwandtschaft beim Ossiloop anzutreten.

Bensersiel/Dunum - Eigentlich ist das Ehepaar ganz andere Höhenmeter gewohnt: Daniela Höfers und Gaston Rizzi leben in Argentinien. Genauer gesagt in Mendoza, der etwa 120.000 Einwohner zählenden Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Westen des Landes. Dort machen die beiden eine Ausbildung zu Berg- und Trekkingführern. Das Paar ist also regelmäßig in den Anden unterwegs.

Aktuell sind sie allerdings auf Deutschland-Besuch. Ein Stopp in Ostfriesland, bei Höfers Mutter und deren Ehemann in Remels (Gemeinde Uplengen), durfte da nicht fehlen. Bei der Gelegenheit hat es sich das Ehepaar nicht nehmen lassen, in diesem Jahr beim Ossiloop mitzumachen. Für Höfers ist es bereits der zweite Ostfrieslandlauf: „Ich war vor fünf Jahren schon dabei.“

Verwandtschaft aus Remels läuft schon das neunte Mal mit

Von Remels aus ging es für die beiden dieses Mal mit dem Bus zum Startpunkt in Bensersiel. „Allerdings sind wir nur am Dienstag beim Auftakt mitgelaufen“, erzählt Höfers. Die 31-Jährige hat dabei gemeinsam mit ihrem Partner den Ehemann ihrer Mutter unterstützt. Denn Wilfried Diener hat sich vorgenommen, alle sechs Etappen anzutreten. Er läuft schon das neunte Mal mit. „Ich habe das erste Mal 2012 mitgemacht. Aber eigentlich bin ich eher der Fahrradfahrer“, so Diener.

Beim Ossiloop liefen die beiden gemeinsam mit Wilfried Diener (links) aus Remels.
Beim Ossiloop liefen die beiden gemeinsam mit Wilfried Diener (links) aus Remels.

Bei Höfers und Rizzi ist das anders. „Wir machen viel Sport“, erzählt die 31-Jährige. Darunter auch laufen für die Ausdauer und Kraftsport im Fitnessstudio. „Das ist mal mehr mal weniger regelmäßig“, sagt sie und lacht. Der Sport sei für sie nicht nur für die Gesundheit wichtig. „Wir brauchen das für die Ausbildung“, so Höfers. Denn wenn es kilometerweit durchs südamerikanische Gebirge geht, könne es gerade untrainiert sehr anstrengend werden. Anstrengend – und kalt. Die eisigen Temperaturen in Bensersiel und die Regen-Hagel Mischung in Dunum waren für Höfers am Dienstag deshalb kein Problem. Man sei es ja gewohnt.

Rückkehr nach Argentinien dauert noch

„Das Rennen war gut. Ich habe mich sehr gepusht an dem Tag, Gaston und Wilfried sind es etwas entspannter angegangen“, so die 31-Jährige. Sie hat die Strecke von 11,2 Kilometern in 54:24 Minuten geschafft. Die restlichen fünf Etappen überlässt das Ehepaar Wilfried Diener. Für ihn geht es an diesem Freitagabend über rund 11,5 Kilometer von Dunum bis nach Plaggenburg. „Wir reisen bald schon weiter zu meiner Schwester“, so Höfers. Bis die beiden nach Argentinien zurückkehren, kann es allerdings noch eine Weile dauern. Geplant sei aktuell Oktober.

Im südamerikanischen Gebirge kann es ziemlich kalt werden.
Im südamerikanischen Gebirge kann es ziemlich kalt werden.

„Wir arbeiten erst mal viel, um uns die Ausbildung leisten zu können“, sagt Höfers. Denn die sei teuer und die Ersparnisse, von denen sie bisher in Argentinien gelebt hatten, fast aufgebraucht. „Wir hoffen, danach auch von den Führungen leben zu können“, so die 31-Jährige. Bis dahin dauert es aber wohl noch eine Weile. Sie könne sich durchaus vorstellen, auch beim nächsten Ossiloop wieder dabei zu sein. „Wenn es passt, gerne“, so Höfers.

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