Veranstaltung in Ostfriesland Wieder mehr Anmeldungen für den Ossiloop-Auftakt
Mit dem Ossiloop startet am Dienstag der bekannteste Volkslauf der Region. Einiges ist im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben, doch es gibt auch einige Änderungen – und deutlich mehr Teilnehmer.
Bensersiel - Vom Meer nach Leer heißt es in diesem Jahr für die Teilnehmer des Ossiloops 2023. Am Dienstag steht die erste von sechs Etappen des Volkslaufs durch die Region an. Anders als bei den vergangenen beiden Auflagen wird dieses Mal wieder die traditionelle Strecke von der Nordsee bis in das Zentrum der Ledastadt gelaufen. Start ist um 19 Uhr am Hafen von Bensersiel. 2022 und 2019 war die Reihenfolge genau umgekehrt.
2018 und 2019 erreichte der Ossiloop jeweils Rekordzahlen von mehr als 3000 Anmeldungen. Nachdem diese im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie auf 900 Läufer stark gesunken waren, nehmen dieses Mal wieder mehr Menschen am Ossiloop teil, berichtet Jasper Poppens. Er vertritt den eigentlichen Organisator des Laufs, Edzard Wirtjes, der aus gesundheitlichen Gründen die ersten Etappen aussetzen muss. „Beim Ossiloop anners haben 530 Menschen mitgemacht. Und das international. Zum Beispiel ein gebürtiger Ostfriese, der in Indonesien arbeitet. Für den normalen Lauf hatten wir uns 1500 Anmeldungen erhofft, es sind jetzt 1438 – also knapp vorbei“, sagt Poppens. Dennoch: Über die gut 400 Leute mehr als bei der vergangenen Auflage, freue er sich sehr.
Seriensieger auf letzten Drücker angemeldet
Ob auch der vierfache Sieger Andreas Kuhlen aus Garrel bei der diesjährigen Auflage dabei sein würde, war vergangene Woche noch unklar. Er gewann 2017 bis 2019 und auch 2022 nach der Coronapause den Ossiloop.
Unsere Zeitung erhielt von Kuhlen nur die vage Andeutung „bin mir selbst noch unsicher“. Nun ist klar: Der Topfavorit ist auch dieses Mal dabei. „Er hat sich am Sonnabend noch angemeldet“, bestätigt Jasper Poppens.
Etwa 1000 Läufer erwartet
Dass alle anderen Menschen, die sich auf die Liste haben setzen lassen, auch mitlaufen, glaubt Poppens nicht. „Es gehen nie alle gemeldeten Teilnehmer an den Start“, sagt er. Einige hätten ihre Teilnahme schon jetzt zurückgezogen. „Das ist aber nicht wie beim letzten Mal aufgrund von Long Covid, sondern eher, weil sie sich etwas gestaucht oder gebrochen haben“, so Poppens.
Insgesamt spiele das Coronavirus beim Lauf kaum noch eine Rolle. „Daher vermutlich auch die größere Anmeldezahl. Die Angst ist nicht mehr so groß“, sagt er und betont im gleichen Atemzug, wie wichtig es sei, beim Lauf dennoch auf den Körper zu hören. Das DRK weist aus Erfahrung darauf hin, dass es auf der ersten Etappe, die meisten Überlastungen gebe. „Ob Erstläufer oder ambitioniert, auf der ersten Etappe kann man den Ossiloop weder gewinnen noch schaffen – aber möglicherweise verlieren. Es empfiehlt sich meiner Meinung nach, die ersten Etappen nicht voll anzugehen. Die Renneinteilung sollte darauf abgestellt sein, dass es sechs Rennen sind“, heißt es dazu vom Organisator Edzard Wirtjes.
Künstlerische Begleitung
Unter den Läufern werden aller Voraussicht nach auch Menschen sein, die zum ersten Mal an den Start gehen. Die Künstlerin Catharina Bockhacker aus Weener feierte schon im vergangenen Jahr ihre Ossiloop-Premiere – und ist auch dieses Mal dabei. Ihre Eindrücke und Erlebnisse will sie dabei wieder zeichnen.
„Ich halte alles fest, was mich im Alltag bewegt. Das macht mir Spaß. Und manchmal kommt da was Witziges bei raus“, sagt sie und lacht. Der Ossiloop und auch die Vorbereitungen seien für die Weeneranerin sehr intensiv. „Und man sieht eine Menge Sachen, die man sonst eben nicht sieht“, so Bockhacker. Auch in diesem Jahr hoffe sie auf Inspiration. „Mal gucken, ob mir etwas einfällt.“
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