Vorhaben jetzt vorgestellt  Emder Pflegeheim soll deutlich vergrößert werden

Mona Hanssen
|
Von Mona Hanssen
| 24.04.2023 12:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Der Douwestift liegt an der Douwestraße. Foto: Hanssen
Der Douwestift liegt an der Douwestraße. Foto: Hanssen
Artikel teilen:

Eine Unternehmensgruppe mit Sitz in Berlin plant ein „sehr großes Vorhaben“ in ihrer Einrichtung. Den Vorschlag begrüßen nicht alle in der Emder Politik.

Emden - Das Cura-Seniorencentrum in Emden soll vergrößert und saniert werden. Das ist zumindest der Wunsch der Betreiber, die Cura-Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Berlin. Das Seniorenheim, das bisher aus zwei getrennten Gebäuden besteht, nämlich dem Haus Bethanien am Philosophenweg und dem Douwesstift in der Douwesstraße, soll durch einen Verbindungsbau ergänzt werden.

Der Neubau soll das Haus Bethanien und den Douwestift verbinden. Grafik: Urbano
Der Neubau soll das Haus Bethanien und den Douwestift verbinden. Grafik: Urbano

Die beiden Altbauten aus den 1920er Jahren bzw. der Jahrhundertwende sollen im Zuge dessen modernisiert werden, um den heutigen Ansprüchen einer modernen Pflegeeinrichtung gerecht zu werden, heißt es in der Beschlussvorlage zu dem Vorhaben, das am Donnerstag im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Klimaschutz des Emder Rates besprochen wurde. Es sei ein „sehr großes Vorhaben“, sagte Stadtplaner David Malzahn.

Mehr barrierefreie Wohnformen sollen entstehen

Der Betreiber wünscht eine zeitgemäße Pflege in Wohngruppen und eine Verbesserung der sozialen Strukturen für die Bewohner. Dies könne nur im Rahmen einer zukünftigen Baumaßnahme umgesetzt werden. Durch die Baumaßnahme soll außerdem eine Tagespflege im Wohnquartier zur Verfügung stehen, was für pflegende Angehörige im Umfeld eine Erleichterung darstellen könnte.

Am Philosophenweg mit Blick auf den Wall befindet sich das Haus Bethanien. Foto: Hanssen
Am Philosophenweg mit Blick auf den Wall befindet sich das Haus Bethanien. Foto: Hanssen

Der neue Verbindungsbau soll außerdem das bestehende Angebot um barrierefreie gemeinsame Wohnformen und behindertengerechte Zimmer ergänzen. Auch sei ein neuer Aufzug zur Überbrückung der Höhendifferenz zwischen den Bestandshäusern angedacht sowie ein Schwerpunkt auf Gerontopsychiatrie in Form einer Demenzstation geplant.

Geplante Höhe des Neubaus wird kritisch gesehen

Der Ausschuss stimmte mehrheitlich dafür, dass der Betreiber seine Planung konkretisieren kann. Es gab zwei Gegenstimmen. Im Detail muss der Plan dann wiederum der Politik vorgestellt werden. „Wir werden das sehr kritisch begleiten“, sagte Bernd Gröttrup (CDU), der ebenso wie Fraktionskollege Ole Falbe gegen das Vorhaben stimmte. Er sehe die angedachte Höhe für den Zwischenbau, die laut David Malzahn wohl der der bereits vorhandenen zwei Gebäude entsprechen soll, als problematisch an.

Das Cura-Seniorencentrum mit den zwei Gebäuden hat derzeit 86 Einzel- und Doppelzimmer. Wie viele durch den Zwischenbau hinzukommen könnten, muss erst in der Detailplanung geklärt werden. Die Cura-Unternehmensgruppe betreibt laut eigener Angaben derzeit rund 30 Seniorenzentren in Deutschland und beschäftigt rund 2250 Mitarbeitende. Die Gesellschaft wurde 1995 gegründet.

Ähnliche Artikel