Urlaub in Isums  In Kürze eröffnet am „Friesensee“ ein Campingparadies

Susanne Ullrich
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Von Susanne Ullrich
| 23.04.2023 18:08 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Noch dominieren die Bauarbeiten alles rund um den See. In einem Monat sollen dann Campinggäste hier Ruhe und Erholung finden. Foto: Ullrich
Noch dominieren die Bauarbeiten alles rund um den See. In einem Monat sollen dann Campinggäste hier Ruhe und Erholung finden. Foto: Ullrich
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In vier Wochen soll der erste Bauabschnitt der neuen Ferienanlage am Stadtrand von Wittmund fertig sein. Am Himmelfahrtswochenende Mitte Mai werden die ersten Camper erwartet.

Wittmund - Noch ist das Areal am Eingang zum neuen „Friesensee Camping und Ferienpark“ mehr Baustelle als Campingparadies. Es dominieren die Baustraßen, dazu lärmt schweres Gerät und eine Menge Arbeiter gehen geschäftig ihren Aufgaben nach. Die malerische Kulisse des Sees lassen sie dabei links liegen und klotzen ran, damit in einem Monat die Bagger ab- und die Gäste anrücken können. Der erste Bauabschnitt soll dann nämlich abgeschlossen sein. Dass das klappt, daran lassen die Investoren Lisa und Jürgen Frechen sowie Christian Janssen bei einer Baustellenbesichtigung keine Zweifel aufkommen. Der 17. Mai, der Mittwoch vor Himmelfahrt, steht als Eröffnungstermin fest. An diesem dank Brückentag für viele Arbeitnehmer langen Wochenende sollen die ersten Camper sowie Mieter der Ferienwohnungen und Mobilheime es sich am Wittmunder Stadtrand erstmals richtig gut gehen lassen.

Was und warum

Darum geht es: Der frühere Campingplatz Isums steht als moderne Ferienanlage kurz vor der Wiedereröffnung. Dabei drohte dem Projekt in den zurückliegenden Jahren mehrfach das Aus.

Vor allem interessant für: Campingbegeisterte, Freude der Naherholung

Deshalb berichten wir: In einem Monat dürfen die ersten Gäste kommen. Wir haben vorab geschaut, was die erwartet.

Die Autorin erreichen Sie unter: s.ullrich@zgo.de

Während an den Außenanlagen und Wegen noch einiges zu tun ist, sind andere Bereiche bereits fertig. So sind die drei Ferienwohnungen samt Rezeption im Hauptgebäude bereit für die ersten Gäste. Ebenso die sechs sogenannten Seelodges, Mobilheime mit direktem Seezugang. Dazu kommen 24 befestigte Stellplätze mit Privatbad, 58 befestigte Stellplätze teils direkt am See und 15 gepflasterte Kurzzeitstellplätze direkt am Eingang der 26 Hektar großen Anlage – für Camper, die mit ihren eigenen vier Wänden in Form von Wohnwagen und Wohnmobilen unterwegs sind. Die Friesensee Touristik GmbH hat mit der Vermietung begonnen. Das Interesse sei groß. „Wir haben schon etliche Buchungen“, so Janssen.

Baustelle zieht Wittmunder an

Auch unter den Einheimischen ist die Neugier offenbar immens. Glaubt man den Unternehmern, dürfte annähernd jeder Wittmunder schon einmal auf der Baustelle aufgekreuzt sein. Stammgast jedenfalls ist Wittmunds Bürgermeister Rolf Claußen (parteilos). Der setzt große Erwartungen in das touristische Konzept der Familien Frechen und Janssen und hofft zugleich auf die Belebung der Innenstadt. Er sagt, er freue sich nun „eines der größten Sorgenkinder der vergangenen Jahre“ los zu sein. Vor drei Jahren erwarben Lisa und Jürgen Frechen das Areal samt dem sechs Quadratmeter großen Baggersee in der Mitte. Ursprünglich wollten sie dort schon Mitte 2021 Gäste empfangen, in einem Angelparadies.

Rolf Claußen (von links) ist Dauergast auf der Großbaustelle am See von Christian Janssen, Jürgen und Lisa Frechen. Foto: Ullrich
Rolf Claußen (von links) ist Dauergast auf der Großbaustelle am See von Christian Janssen, Jürgen und Lisa Frechen. Foto: Ullrich

Die Natur aber hatte sich viel von dem früheren Campingplatz zurückerobert: Ein angrenzendes Schutzgebiet der Teichfledermaus und schützenswerte Pflanzen galt es zu berücksichtigen. Die Projektentwickler mussten sich in Geduld üben. Das Konzept wurde neu gedacht, weg vom ursprünglich angedachten Angelparadies. „Das Projekt drohte mehrfach zu scheitern“, bringt Claußen es auf den Punkt. Seit einem Jahr nun wird gebaut. Nach Abschluss des ersten Bauabschnitts sind weitere geplant: Beispielsweise liegt den Investoren bereits eine Baugenehmigung für 23 Campinghäuser vor, berichten sie.

Im Vordergrund entsteht ein Privatstrand für die drei Ferienwohnungen im Hauptgebäude. Auf der anderen Uferseite stehen sechs Mobilheime mit direktem Seezugang. Foto: Ullrich
Im Vordergrund entsteht ein Privatstrand für die drei Ferienwohnungen im Hauptgebäude. Auf der anderen Uferseite stehen sechs Mobilheime mit direktem Seezugang. Foto: Ullrich

Insgesamt 50 dieser massiven Ferienhäuser könnten langfristig betrachtet entstehen. Dazu weitere Stellplätze für Wohnmobile und Wohnwagen sowie Mobilheime. Man wolle zunächst Erfahrungen sammeln und dann gezielt nacharbeiten, wo die Nachfrage am größten ist. Fläche sei noch ausreichend vorhanden, unterstreicht Jürgen Frechen. „Wir haben noch nicht mal die Hälfte bebaut.“ Ihre Investitionssumme wollten die Gesellschafter nicht nennen. Nur so viel lässt Janssen durchblicken: Die Baukosten seien durch Lieferengpässe und Verteuerung des Materials um 20 bis 30 Prozent gestiegen. Ende 2021 hatte Frechen im Gespräch mit der Redaktion eine Summe von zehn bis zwölf Millionen Euro genannt.

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