Osnabrück VfL Osnabrück: Köhler und Tesche ragen gegen Elversberg heraus
Mit einer starken Mannschaftsleistung hat der VfL Osnabrück Drittliga-Spitzenreiter SV Elversberg vor knapp 14000 Zuschauern an der Bremer Brücke 1:0 besiegt. Und dennoch ragten aus dem Team der Lila-Weißen zwei Spieler heraus. Die Einzelkritik:
# 6 Sven Köhler: Kam nach seiner Gelbsperre zurück und war sofort wieder Dreh- und Angelpunkt des Osnabrücker Spiels und ackerte unermüdlich gegen eine der besten Offensivmannschaften der Liga. Hatte mehrere starke Ballgewinne im Mittelfeld, so wie kurz nach der Pause, als er diesen aber nicht nutzen konnte, weil Koffi ihm auf Fuß den Fuß stieg. Hatte schon zu Beginn eine gute Möglichkeit. Seinen Schuss in der 60. Minute fischte Elversbergs Torhüter eben so noch aus dem Winkel.
# 8 Robert Tesche: Wie alt ist dieser Mann noch einmal? Der 35-Jährige zeigte eine Laufleistung, die selbst für seine Verhältnisse überdurchschnittlich war. Ging jedem Ball nach, ließ keinen Millimeter nach. Immer aktiv im Mittelfeld mit vielen guten Defensivaktionen, dazu auch offensiv einer der wichtigsten Anker der Lila-Weißen. Sein Kopfball (34.) ging nur knapp am rechten Torpfosten vorbei.
# 11 Ba-Muaka Simakala: Hatte seine erste Möglichkeit zum Tor bereits in der 2. Minute. Nahm den Ball artistisch in der Luft an, legte ihn dann aber über das gegnerische Tor. Spielte über weite Strecken auf der Zehn hinter den beiden Spitzen. Schaffte so im Zentrum eine Überzahl, die Elversberg beschäftigte. Sorgte mit einer starken Aktion im Mittelfeld (34.) für einen guten Angriff und heizte so die Stimmung wieder an. Hätte Engelhardt gut in Szene setzen können, legte den Ball aber zu unpräzise vor. Immer noch nicht in der Form, die ihn vor ein paar Wochen auszeichnete, erlöste aber mit seinem Tor zum 1:0 alle Lila-Weißen an diesem Tag.
# 32 Jannes Wulff: Kam in der 70. Minute für Putaro ins Spiel und war sofort drin. Brachte in einer wichtigen Phase noch einmal mehr Zielstrebigkeit und Kreativität in die Offensivaktionen der Osnabrücker. Hat mit seinem Pass auf Simakala großen Anteil am Tor des Tages.
# 33 Timo Beermann: Sein Kopfball nach einem Freistoß (38.) ging knapp übers Tor. Behielt in den kurzen Drangphasen von Elversberg, vor allem in der zweiten Hälfte, die Übersicht. Löste viele Situationen stark, verhinderte etwa eine Ecke der Gäste, in dem er abgebrüht gegen Woltemade zum Einwurf klärte. Ging einmal mit dem Kopf so tief zwischen einen Elversberger Konter, dass man schon ein bisschen Angst haben musste. Blieb dabei unversehrt, zog sich dann gegen Ende aber doch noch eine Beule zu. Ließ sich auch davon nicht beeinträchtigen.
# 4 Maxwell Gyamfi: Hatte wie Beermann, sein Kollege in der Innenverteidigung, gut zu tun mit der Elversberger Offensive. War dabei stets aufmerksam wie in der ersten Hälfte gegen Woltemade und Koffi, als er kurz vor der Pause zur Ecke klärte. Auch in der Spieleröffnung diesmal wieder auf Höhe. # 3 Florian Kleinhansl: Aktivposten auf der linken Seite mit nur einer wackeligen Szene, als er einen Ball, der eigentlich schon weg war, noch einmal in den eigenen Strafraum spielte. Setzte dann aber nach und zog das Foul. War an vielen offensiven Aktionen beteiligt und vor allem im Zusammenspiel mit Engelhardt und Tesche stark.
# 22 Philipp Kühn: Hatte nur wenig zu tun. Wenn er gefordert wurde, war er aber stets auf der Höhe. Passte in der ersten Hälfte nach einem Ballverlust von Omar Traoré gut auf oder faustete in der 62. Minute einen Ball weg, was zu den wenigen “Kühn, Kühn, Kühn”-Rufen an diesem Tag führte. Hatte kurz vor Schluss Abstimmungsschwierigkeiten mit Paterson Chato. Hatte wie Chato Glück, dass daraus kein Gegentreffer resultierte.
# 9 Erik Engelhardt: Agierte sehr flexibel in ungewohnter Rolle als Doppelspitze mit Putaro. Wich dabei öfter auf die Außenbahn aus und erzeugte einigen Druck vor allem über die linke Seite. Hatte Pech bei einem Anspiel von Simakala, das besser hätte kommen können, nachdem er zuvor einen 40-Meter-Springt angesetzt hatte. Hatte in der 57. Minute seine beste Möglichkeit, bekam aber zu wenig Druck auf den Ball. Ackerte viel, war dabei aber nicht immer effektiv. Leitete eine Riesenchance von Putaro mit ein und war auch Passgeber auf Wulff vor dessen Assist zum 1:0.
# 19 Leandro Putaro: Hatte zuletzt keine einfache Zeit und stand durchaus etwas überraschend in der Startelf. War sofort gut in der Partie und zeigte ein gutes Zusammenspiel mit Lukas Kunze. Hatte vor dem Tor die bis dato beste Chance der Partie nach Vorlage von Kleinhansl, der ein starker Pass von Engelhardt vorausgegangen war. Sein Schuss geht erst an Elversbergs Torwart und wird im Nachgang auch noch von der Linie gekratzt.
# 13 Lukas Kunze: Ein wichtiger Teil des Osnabrücker Mittelfelddrehkreuzes, diesmal aber nicht mit so vielen Akzenten wie seine beiden Nebenmänner Köhler und Tesche. Lief viel, blieb aber oft unter dem Radar. Sein Schuss in der 34. Minute wurde zur Ecke abgefälscht.
# 23 Omar Traoré: Leistete sich gleich zu Beginn einen leichtfertigen Ballverlust im Mittelfeld, weil er nicht auf Gyamfi zurückpasste. Leitete damit die erste Schusschance der Gäste durch Rochelt ein. Hatte Glück, dass Kühn hielt. War danach wach und besser im Spiel - bis auf einen Ballverlust kurz vor der Pause. Passte später gut gegen Rochelt auf und klärte frühzeitig. War auf der rechten Seite ohne Niemann diesmal aber weniger präsent als oft zuvor.
Nicht zu bewerten
# 15 Paterson Chato (88. für Simakala), # 20 Marc Heider (88. für Engelhardt), # 25 Niklas Wiemann (90+3 Kunze)