Veranstaltungen in Aurich Größer kann der Ostermarkt fast nicht mehr werden
Jeder Meter auf dem Auricher Ostermarkt wurde genutzt, der Parkplatz der Sparkassen-Arena steht voll mit Buden und Fahrgeschäften. Vier davon sind so gut wie neu.
Aurich - An diesem Wochenende startet der Auricher Ostermarkt. Noch tummeln sich nur die Schaustellerfamilien auf dem Parkplatz der Sparkassen-Arena. Viele Fahrgeschäfte und Buden stehen dort – und jeder Meter ist verplant. Größer kann es schon gar nicht mehr werden, so Timo von Halle vom Schaustellerverein Ostfriesland.
In Zukunft möchte der Verein auch den Platz vor der Sparkassen-Arena nutzen, aber nur für eine „Sonderaktion“, so Timo von Halle. Für den diesjährigen Ostermarkt müssen sich die Besucherinnen und Besucher erst mal mit den circa 50 Fahrgeschäften und Buden zufriedengeben – so viele gab es bisher noch nie. Vier der Fahrgeschäfte seien die modernsten Deutschlands, so von Halle.
Fast 40 Meter hohes Norderneye
Der Hingucker ist mit 38 Metern Höhe das Norderneye. Der Name sei angelehnt an das London Eye, das zweithöchste Riesenrad Europas. Aber warum Norderney? „Das ist die schönste Insel“, sagt Stefano Glöss, dem das 1,5 Millionen Euro teure Fahrgeschäft gehört. Erst letztes Jahr habe er darin investiert. „Man investiert in einer schweren Zeit und erntet in einer guten“, sagt er. Das erste Mal wurde das Norderneye vergangenes Jahr Weihnachten in Berlin aufgebaut, danach stand es in Wilhelmshaven. Nun ist es in Aurich.
Ein Klassiker, der auf keinem Markt fehlen darf: Autoscooter. Die Familie von Halle ist schon seit 1946 im Geschäft, seit den Sechzigern mit dem Namen von Halle. Ihr Autoscooter ist dafür ganz neu, erst im Juli des vergangenen Jahres wurde es gekauft. Auch das Laufgeschäft „Feueralarm“ wurde erst dreimal aufgebaut. Es ist ein vier Etagen hohes Fun House. Der Break Dance der Familie Mondorf ist ebenfalls ganz neu. Ausgestattet mit einer neuen Rückwand mit vielen Lichtern steht einer Lichtershow nichts im Wege.
Familienfreundliche Preise
Dass alles teurer wird, spüren auch die Schausteller. „Wir versuchen, es so wenig wie möglich auf die Familien umzulegen“, sagt Timo von Halle. Die Preise sollen moderat und familienfreundlich bleiben, ergänzt er. Sie seien immer noch günstiger als in Großstädten: So habe er für eine Bratwurst schon 4,50 Euro hinlegen sollen, auf dem Ostermarkt liegen sie darunter.
Der Ostermarkt werde gut besucht. Es kämen immer mehr Leute nach Aurich, um Karussell zu fahren und gebrannte Mandeln zu essen. „Hier gibt es alles, was man sich vorstellen kann“, so von Halle. Dazu verraten die Schausteller: Der diesjährige Herbstmarkt solle zehn Tage lang gehen. Er findet vom 27. Oktober bis zum 5. November statt. Beim Ostermarkt bleiben die Schausteller erst mal bei fünf Tagen.
Das ist geplant
Am Samstag, 15. April, ist die offizielle Eröffnung. Doch schon am Freitag ab 14 Uhr können Besucherinnen und Besucher auf den Ostermarkt gehen. Freitagabend wird zum Einbruch der Dunkelheit ein Feuerwerk gezündet. Aber nicht zu spät, „damit viele Kinder das sehen können“, so Timo von Halle. Man stelle sich auf 21 Uhr ein. Am Montag stolzieren von 16 bis 19 Uhr Superhelden und Prinzessinnen über das Marktgelände. Dienstag ist Familientag, da gibt es ermäßigte Preise.
Doch warum heißt er eigentlich Ostermarkt, wenn er gar nicht zu Ostern stattfindet? Traditionell findet der Auricher Markt nämlich eine Woche nach Ostern statt. „Das war schon immer so“, sagt Timo von Halle. Eine richtige Erklärung hat er nicht.