Berlin  Jack Blacks erste Kinderrolle war im Werbe-TV – Erraten Sie das Produkt?

Daniel Benedict
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Von Daniel Benedict
| 04.04.2023 18:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Jack Black übernimmt im Mario-Bros-Film die Rolle von Bowser. Foto: Universal
Jack Black übernimmt im Mario-Bros-Film die Rolle von Bowser. Foto: Universal
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Im neuen „Super Mario Bros. Film“ spricht Jack Black den Antagonisten Bowser. Im Interview bekennt er sich als Gamer der ersten Stunde und erinnert sich an seine allererste Rolle im Werbefernsehen.

30 Jahre nach dem spektakulären Kino-Flop „Super Mario Bros.“ kommt eine neue Version des Nintendo-Spiels auf die Leinwand. Im Titel klingt der „Super Mario Bros. Film“ fast wie der erste Versuch; ansonsten ist aber alles ganz anders: Diesmal ist die Geschichte animiert, kindgerecht und viel, viel näher am Videospiel. 

Die Stimmen der Trickfiguren stammen von Superstars. Bowser wird von Jack Black gesprochen. Vor der Filmpremiere haben wir mit ihm in einer Interview-Runde gesprochen:

Frage: Jack Black, der erste „Super Mario Film“ ist krachend gescheitert. Hatten Sie schon das Gefühl: Mit diesem Film habe ich meine Karriere ruiniert?

Antwort: Jack Black: Bislang hat mir jeder einzelne meiner Filme das Gefühl gegeben: Das war jetzt mein letzter. Das ist Teil dieser Arbeit. Furcht und Schrecken gehören zur Entertainment-Industrie. Allerdings habe ich den ersten „Super Mario“-Film nie gesehen. Helfen Sie mir weiter? Wer macht da mit?

Frage: Lauter Weltstars: Dennis Hopper, Bob Hoskins, Fiona Shaw …

Antwort: Und Dennis Hopper spielt Bowser, richtig? Ich kann selbst nicht glauben, dass ich den Film nie gesehen habe. Manchmal sind diese schlechten Filme ja die besten. „The Room“ zum Beispiel – das ist der lustigste Film aller Zeiten und zwar, weil er so schlecht ist. Das ist ein Meisterwerk des Scheiterns: die schlechteste Regie, das schlechteste Buch, das schlechteste Schauspiel, einfach alles ist mies. Es ist fantastisch. Ich habe nie wieder so heftig gelacht. Also, bitte, keine schnellen Urteile über entsetzliche Filme. Manchmal geht es so daneben, dass es genial ist.

„Der Super Mario Bros Film“ des Jahres 2023 – hier sehen Sie den Trailer:

Frage: Der „Super Mario“-Film von 1993 war ein Live-Action-Film mit realen Schauspielern. Hätten Sie sich das für den neuen Film auch vorstellen können oder wäre die tägliche Anprobe eines Schildkrötenpanzers einfach zu unbequem?

Antwort: Es ist völlig ausgeschlossen, mich in ein echtes Bowser-Kostüm zu stecken. Es sei denn, wir sprechen über eine wirklich billige Low-Budget-Version der „Super Mario Bros.“ In einer Live-Action-Version hätte ich Bowser nur mit dem Motion-Capture-Verfahren spielen können – so wie Andy Serkis es bei King Kong gemacht hat. Aber wir können von Glück reden, dass es ein Animationsfilm ist.

Frage: Haben Sie als Kind „Super Mario“ gespielt?

Antwort: Aber hallo! Ich gehöre zur allerersten Gamer-Welle und habe noch „Pong“ gespielt. Ich habe die Erfindung von Videospielen miterlebt. „Space Invaders“ habe ich erlebt, als man für Videospiele noch in Restaurants gehen musste. Mit „Donkey Kong“ war ich den Videospielen verfallen. Ich hatte auch das erste Atari-System. Und mein allererster Job als Kinderdarsteller war die TV-Werbung für das Videospiel „Pitfall”. Ich war zwölf oder 13 Jahre alt, habe einen hübschen Scheck bekommen und wurde zur Schulberühmtheit.

Frage: Welche Videospiele haben Sie zuletzt gespielt?

Antwort: God of War, Fallout 4, ein Meisterwerk der Post-Apokalypse, und Red Dead Redemption 2.

Schön schlecht: So sah der Trailer zum gescheiterten „Super Mario Bros“-Film aus dem Jahr 1993 aus:

Frage: Sie sind der Mann für die lustigen Rollen; jetzt spielen Sie den Schurken. Wie war der Wechsel?

Antwort: Es war ein Mordsspaß. Bowser ist der Darth Vader des Nintendo-Universums. Diese Rollen sind am interessantesten. In einen Hannibal Lecter kann man sich richtig verbeißen, wenn ich das mal so ausdrücken darf. Bowser speit Feuer! Was wäre cooler als das? Viele Kinder mögen Bowser am liebsten – ich auch! Als mir Bowser angeboten wurde, habe ich Jaaaa gerufen. Genau den hätte ich mir ausgesucht.

Frage: Bowsers Plan der Weltherrschaft scheitert. Was müsste er beim nächsten Mal anders machen?

Antwort: Wenn Bowser eine zweite Chance hätte, würde er überhaupt nichts ändern – weil er sich selbst nicht ändern kann. Er ist durch und durch Gier und Korruption und Hunger. Er hat eine weiche Stelle in seiner Liebe zu Peach. Aber er ist, wie er ist und er muss entweder alles haben oder nichts.

Frage: Wie viel von Bowsers dunkler Seite steckt in Ihnen selbst?

Antwort: In mir steckt höchstens eine ganz kleine dunkle Ecke. Er will alles kontrollieren, er beherrscht die Welt mit Angst. Wenn man als Schauspieler berühmt wird, gibt es die Versuchung, seine Macht auch einzusetzen – für das Böse sozusagen. Ich kenne ein paar Bowsers, aber ich werde hoffentlich nie selber einer.

Filmstart: „Der Super Mario Bros. Film“ kommt am Mittwoch, 5. April 2023, bundesweit in die Kinos.

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