Inflationsrate  Der Kampf ist noch nicht vorbei

Corinna Clara Röttker
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Ein Kommentar von Corinna Clara Röttker
| 30.03.2023 17:36 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
Die Inflation in Deutschland verharrt trotz einer Abschwächung im März auf hohem Niveau. Foto: Hoppe/DPA
Die Inflation in Deutschland verharrt trotz einer Abschwächung im März auf hohem Niveau. Foto: Hoppe/DPA
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Der heftige Anstieg der Verbraucherpreise verliert an Fahrt: Laut einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamts ist die Inflationsrate im März deutlich zurückgegangen. Für eine Entwarnung aber ist es immer noch zu früh.

Viele dürften erleichtert aufgeatmet haben: Die Inflation verliert an Tempo und scheint in Deutschland ihren Höhepunkt überschritten zu haben. Das zumindest legen die Zahlen des Statistischen Bundesamts für März nahe. Das ist erfreulich und die Ursache schnell ausgemacht: Einerseits, weil wir es aktuell mit einem Basiseffekt zu tun haben. Die Preise werden erstmals mit den schon erhöhten Preisen im Frühjahr 2022 verglichen, nicht mehr mit den niedrigeren vor Kriegsausbruch. Andererseits zeigen die staatlichen Preisbremsen Wirkung.

Dies gibt berechtigten Grund zur Hoffnung, und dennoch ist es für eine Entwarnung immer noch zu früh. Einerseits, weil eine Inflationsrate von 7,4 Prozent eine Inflationsrate von 7,4 Prozent ist. Heißt: Die Preise sinken nicht, sie steigen bloß weniger stark an als zuvor.

Andererseits, weil die alles entscheidende Kerninflation, bei der die stark schwankenden Energie- und Nahrungsmittelpreise herausgerechnet werden, nach wie vor hoch ist. Laut aktuellen Zahlen der Commerzbank ist sie im März sogar gestiegen, von 5,7 auf 5,9 Prozent. Sie gilt als Zeichen dafür, dass die Inflation zunehmend in der Breite der Wirtschaft ankommt. Die Zeit irrsinnig steigender Teuerungsraten mag also zum Glück vorbei sein, der Kampf der Notenbanken gegen die Inflation ist es noch lange nicht.

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