Verbesserung des Miteinanders  Hinte – bald eine Dorfregion mit Plan

Claus Hock
|
Von Claus Hock
| 31.03.2023 09:31 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Wie wäre es mit einem Generationenhaus für Westerhusen? Das ist eine der Ideen, die bislang im Dorfentwicklungsprogramm als Möglichkeit erdacht wurde. Symbolfoto: Archiv
Wie wäre es mit einem Generationenhaus für Westerhusen? Das ist eine der Ideen, die bislang im Dorfentwicklungsprogramm als Möglichkeit erdacht wurde. Symbolfoto: Archiv
Artikel teilen:

Im September sollen erste Anträge über das Dorfentwicklungsprogramm in Hinte möglich sein. Die Stärkung der Dorfgemeinschaft und eine Verbesserung der Infrastruktur stehen als Themen oben an.

Hinte - Drei Sitzungen und ein runder Tisch stehen noch an, dann soll er fertig sein, der Dorfentwicklungsplan für die Gemeinde Hinte. In diesem Plan sollen mehrere Projekte vorgestellt und vorgeschlagen werden, die dann über das Dorfentwicklungsprogramm umgesetzt werden können.

Zugegeben, es klingt immer etwas sperrig, wenn von Dorfentwicklungsplänen und -programmen die Rede ist, wenn es um Arbeitskreissitzungen und Strategien geht. Doch dahinter steckt ein mittlerweile in ländlichen Regionen erprobtes und bewährtes Konzept. Denn mit fachlicher Unterstützung können im Dorfentwicklungsprogramm Projektideen aus der Bevölkerung bis zur Umsetzung gebracht werden.

Umsetzungsphase in greifbarer Nähe

In der Gemeinde Hinte läuft das Programm seit Januar vergangenen Jahres. Nun hat man bald die erste Phase des dreistufigen Prozesses beendet. Phase 1 endet mit der Vorlage des Dorfentwicklungsplanes. Mit der Anerkennung des Planes beginnt dann Phase 2, die Umsetzung. Partner der Gemeinde Hinte auf dem bisherigen und auf dem weiteren Weg ist das Planungsbüro NWP aus Oldenburg.

Auch der Politik wurde der bisherige Planungsstand schon mitgeteilt. Bis zum 30. September dieses Jahres wolle man, so NWP bei der Vorstellung, soweit sein, dass die ersten Anträge auf Förderung von Projekten und vorhaben gestellt werden können. Sowohl private Antragssteller können unter bestimmten Voraussetzungen Fördermittel bekommen als auch die öffentliche Hand.

Stärkung der Dorfgemeinschaft hat hohe Priorität

Aus den Arbeitskreisen, denen Einwohner der verschiedenen Orte der Gemeinde angehören, werden konkrete Projektvorschläge für die Umsetzung durch die Gemeinde erarbeitet. Diese beziehen sich entweder auf einen konkreten Ort oder gleich auf mehrere oder sogar die gesamte Gemeinde. Über die Bereitstellung der Mittel, trotz hoher Förderquoten muss auch die Gemeinde Hinte einen Eigenanteil leisten, und die Reihenfolge der Projekte entscheidet schlussendlich der Gemeinderat.

Zusammen mit NWP sei bereits eine Gewichtung der Themen vorgenommen worden. So stehe die Stärkung der Dorfgemeinschaft ganz oben, gefolgt von den Themenfeldern Verkehrsinfrastruktur/Erschließung, Tourismus/Naherholung/Kultur und Demographie/Siedlungsentwicklung. In dieser Schwerpunktsetzung sind Pflichtthemen, die das Entwicklungsprogramm vorgibt, enthalten.

Beispiele für mögliche Projekte

Ebenfalls aufgestellt wurde eine Auflistung der Stärken und Schwächen der einzelnen Dörfer sowie der gesamten Gemeinde. Auch diese Analyse hat bei der Entwicklung der bisherigen Projektideen eine Rolle gespielt.

Beispielhaft, ohne Priorität, könnten mögliche Projekte sein: ein Generationenhaus in Westerhusen, eine Erweiterung des Dorfplatzes in Groß Midlum, Neugestaltung eines Treffpunktes in Canhusen, Dorfplatz in Osterhusen, Sanierung der Bestattungsinsel in Loppersum, ein Entdeckungs-Rundweg in Suurhusen oder die Weiterentwicklung des Areals „Am Hügel“ in Cirkwehrum. Mögliche Projekte für die Dorfregion könnten sein: Erhalt historischer Gebäude, altengerechtes Wohnen, Straßenlaternen oder die Schaffung von mehr Sitzmöglichkeiten.

Beispiele für umgesetzte Projekte über das Dorfentwicklungsprogramm gibt es in der Nachbargemeinde Krummhörn. Hier wurde seit 2017 mit Fördermitteln aus dem Programm das Dorfgemeinschaftshaus Hamswehrum sowie der Dorfplatz des Ortes neu gestaltet und saniert. Und auch der berühmte „Trockenstrand“ wurde über das Dorfentwicklungsprogramm gefördert.

Ähnliche Artikel