Hamburg  Whatsapp plant neue Funktion: Was über den Audiochat bekannt ist

Patrick Kern
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Von Patrick Kern
| 29.03.2023 13:50 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Sprachnachrichten sind bei Whatsapp eine gern genutzte Funktion, um sich auszutauschen. Nun plant der Messenger-Dienst einen weiteren auditiven Kommunikationsweg. Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand
Sprachnachrichten sind bei Whatsapp eine gern genutzte Funktion, um sich auszutauschen. Nun plant der Messenger-Dienst einen weiteren auditiven Kommunikationsweg. Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand
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Text- und Sprachnachrichten sowie Sprach- und Videoanrufe sind für Whatsapp anscheinend nicht genug: Nun sollen Audiochats das Portfolio des Messenger-Dienstes erweitern. Was Whatsapp-Nutzer von der neuen Funktion erwarten können.

Whatsapp-Nutzer, die über die App am liebsten telefonieren oder Sprachnachrichten verschicken, dürfen sich freuen: Die App-Entwickler arbeiten derzeit an einem Audiochat, der diese Funktionen ergänzen soll. Das geht aus einem künftig geplanten Update hervor, das derzeit als Betaversion 2.23.7.12 im Google Play Store verfügbar ist und das der Branchendienst Wabetainfo genauer analysiert hat.

Der Screenshots einer von Wabetainfo erstellten Whatsapp-Gruppe zeigt, was der neue Service mit sich bringt. So ist dort, wo bislang das Symbol für Sprachanrufe war, nun ein Audiowellen-Symbol zu sehen, direkt zwischen dem Symbol für Videoanrufe und dem Drei-Punkte-Symbol für weitere Funktionen.

Klickt ein Nutzer auf das Audiowellen-Symbol, kann er auswählen zwischen „Audiochat öffnen“ und „Gruppe anrufen“. Dabei scheint es sich um eine Alternative zu den üblichen Sprach- und Videoanrufen zu handeln. Dem Screenshot zufolge sollen Anwender parallel per Text weiterchatten können, auch wenn sie sich in einem Audiochat befinden.

Ob die neue Funktion nur in Gruppen verfügbar sein wird oder auch in normalen Zwei-Personen-Chats, lässt sich nicht herauslesen. Auch wann das Update kommt, ist nicht bekannt.

Möglicherweise könnte sich Whatsapp hier an Twitter Spaces orientieren. Als Space werden bei dem Kurznachrichtendienst Audiochaträume bezeichnet, die für jeden zugänglich sind – auch für Nutzer, die einem nicht folgen. Im Unterschied zum gewöhnlichen Sprachanruf können dort nicht alle ohne Einschränkung sprechen – das muss erst vom Gruppenmoderator erlaubt werden. Bei Whatsapp wäre denkbar, solche Audiochaträume für private Gruppen einzurichten.

Diese Umsetzung würde zu dem Vorhaben des Mutterkonzerns Meta passen, ihren Messenger-Dienst mehr auf Gruppenchats auszurichten, um so eine bessere Kommunikationsplattform für Unternehmen darzustellen.

Lesen Sie auch: Emoji-Reaktionen und größere Gruppen – Whatsapp bereitet sich auf Communitys vor

Doch das ist nicht die einzige Neuerung, die Whatsapp anpeilt. So wurde vor wenigen Tagen bekannt, dass die Funktion, Fotos und Videos nur einmalig ansehen zu können, bald auch auf Audionachrichten übertragen werden soll. Wählt man die Funktion aus, kann der Chatpartner die Audionachricht nur einmal abhören und nicht abspeichern. Auch für normale Textnachrichten ist diese Funktion geplant.

Zudem hat Whatsapp vor wenigen Tagen eine neue App für alle Windows-Nutzer vorgestellt. Der Messenger-Dienst verspricht schnellere Ladezeiten, eine einfachere Gerätesynchronisierung sowie Gruppen-Videoanrufe mit bis zu acht Personen und Audioanrufe mit bis zu 32 Personen. Später soll das Limit noch weiter erhöht werden.

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