Betrüger unterwegs  Falsche Handwerker ergaunern mehr als 10.000 Euro

Claus Hock
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Von Claus Hock
| 29.03.2023 14:23 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Polizeiinspektion Aurich/Wittmund warnt aktuell davor. dass wieder vermehrt falsche Handwerker unterwegs sind. Symbolfoto: Pixabay
Die Polizeiinspektion Aurich/Wittmund warnt aktuell davor. dass wieder vermehrt falsche Handwerker unterwegs sind. Symbolfoto: Pixabay
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Betrüger erschlichen sich in der Krummhörn einen fünfstelligen betrag. Sie hatten sich als Dachdecker ausgegeben. Die Polizei warnt erneut vor dieser Masche.

Krummhörn - Es ist eine Masche, die leider immer wieder funktioniert, so auch jetzt wieder in der Gemeinde Krummhörn: Betrüger geben sich als Handwerker aus und ergaunern so an der Haustür Bargeld. Wie die Polizei jetzt mitteilt, wurde bereits am 17. März eine Seniorin in der Gemeinde Opfer genau dieser Masche.

Die Betrüger erbeuteten zunächst von der Seniorin eine fünfstellige Summe. Die beiden vermeintlichen Handwerker hatten sich als Dachdecker ausgegeben. Zum Glück wurde die Polizei zeitnah informiert, so dass in der Nähe des Wohnortes der Seniorin „ein verdächtiges Fahrzeug“ gestoppt und kontrolliert werden konnte. „Die übergebene Summe konnte sichergestellt werden. Die beiden Insassen erwartet nun ein Strafverfahren“, so die Polizei.

Ein weiterer Fall in dieser Woche

Es war aber nicht der einzige Fall, der sich in der Krummhörn ereignete. „In dieser Woche ging in Pewsum ein weiterer Hinweis auf reisende Handwerker ein“, so die Polizei am Mittwoch. Zu einer Geldübergabe sei es hier nach ersten Erkenntnissen allerdings nicht gekommen.

Die Polizei rät aufgrund der aktuellen Vorfälle erneut zu besonderer Vorsicht, wenn spontan Handwerkerleistungen angeboten werden. „Die angefangenen Arbeiten dienen in der Regel nur als Täuschung und werden nicht oder nur unzureichend beendet.“ Die Betrüger würden dennoch eine Zahlung fordern oder versuchen, sich auch Zutritt zur Wohnung zu verschaffen, um die Räume nach Wertsachen zu durchsuchen.

Tipps der Polizei

Konkret empfiehlt die Polizei: „Schauen Sie sich Besucher vor dem Öffnen der Tür durch den Türspion oder durch das Fenster genau an. Öffnen Sie die Tür nur bei vorgelegtem Sperrriegel.“ Außerdem solle man keine Fremden in die Wohnung lassen. Wenn man sich unsicher ist, sollte man Unbekannte zu einem späteren Zeitpunkt wieder einbestellen, „wenn eine Vertrauensperson anwesend ist“.

Sollten ungebetene Besucher aufdringlich werden, solle man gegebenenfalls um Hilfe rufen. „Treffen Sie mit Nachbarn, die tagsüber zu Hause sind, die Vereinbarung, sich bei unbekannten Besuchern an der Wohnungstür gegenseitig Beistand zu leisten.“ Zudem solle man gerade bei Handwerkern nur die in die Wohnung lassen, die man selbst bestellt und aus eigenem Antrieb angefordert habe. „Das Gleiche gilt für vermeintliche Vertreter der Stadtwerke“, so die Polizei.

Auch mögliche Verträge oder Aufträge sollten nicht an der Tür und auch nicht unter Druck unterschrieben werden. „Unterschreiben Sie nichts, was Sie nicht ganz genau verstanden haben. Unterschriften sind nie ‚reine Formsache‘“, betont die Polizei.

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