Samtgemeinde lädt ein  Heseler sollen Klimaschutz mitgestalten

Tobias Rümmele
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Von Tobias Rümmele
| 27.03.2023 17:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Jeder kann mithelfen, Klimaziele zu erreichen, und gleichzeitig Geld sparen – etwa mit Balkonkraftwerken. Foto: Sauer/DPA
Jeder kann mithelfen, Klimaziele zu erreichen, und gleichzeitig Geld sparen – etwa mit Balkonkraftwerken. Foto: Sauer/DPA
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Die Samtgemeinde Hesel will ihren CO2-Ausstoß deutlich senken. Wie das klappen kann, soll gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet werden.

Samtgemeinde Hesel - Die Samtgemeinde Hesel will klimafreundlich werden und die Bürger machen mit: So wünscht es sich nicht nur Hesels Klimaschutzmanager Michael Tunder. „Das Klimaschutzziel der Bundesregierung, Treibhausgasneutralität bis 2045, soll in die Planung aufgenommen und die Umsetzung so angegangen werden, wie es für die Samtgemeinde Hesel sinnvoll ist“, schreibt Tunder in einer Mitteilung an die Presse. „Das Ziel ist, die Samtgemeinde Hesel klimafreundlich zu gestalten und fit für die Zukunft zu machen.“

Was und warum

Darum geht es: Die Samtgemeinde Hesel möchte klimafreundlicher werden.

Vor allem interessant für: Menschen, die sich um Klima und Umwelt sorgen

Deshalb berichten wir: Die Samtgemeinde startet ein Verfahren zur Bürgerbeteiligung.

Den Autor erreichen Sie unter: t.ruemmele@zgo.de

Weil das nicht ohne die Hilfe der Bürgerinnen und Bürger geht, sollen diese mit ins Boot geholt werden. Bei mehreren öffentlichen Veranstaltungen im Laufe des Jahres soll über Pläne informiert und beraten werden. Auch wenn der Klimawandel ein globales Phänomen sei, müssten Privatpersonen und kleine Kommunen wie Hesel beim Klimaschutz engagiert sein, um die Ziele der Europäischen Union und der Bundesregierung zu erfüllen, sagte Klimaschutzmanager Tunder bei seiner Vorstellung im vergangenen Herbst. „Die Ziele sind ambitioniert. Ohne Beitrag der Kommunen wird es nicht klappen“, erklärte er.

Fünf Veranstaltungen für Bürger geplant

Bis Ende des Jahres soll ein Klimaschutzkonzept entwickelt werden. „Es wird eine strategische Entscheidungsgrundlage für konkrete Maßnahmen sein“, so Tunder. „Größter Brocken wird der Gebäudebestand sein.“ Dort seien große Anstrengungen nötig, um energetische Sanierungen umzusetzen. Tunder hat seinen Masterabschluss als technischer Betriebswirt mit Schwerpunkt für Gebäudemanagement gemacht. Seit Juni vergangenen Jahres ist er Klimaschutzmanager der Samtgemeinde Hesel.

Die Entwicklung einer Strategie brauche das Engagement der Kommune, der Unternehmen sowie der Bürgerinnen und Bürger. Die Samtgemeinde lädt deshalb am Mittwoch, 12. April, um 18 Uhr zur Auftaktveranstaltung der Bürgerbeteiligung im Dorfgemeinschaftshaus Holtland ein. Im Mai und Juni sind zudem insgesamt drei Workshops geplant, bei denen Bürgerinnen und Bürger am geplanten Klimaschutzkonzept aktiv mitarbeiten können. Am 7. Dezember soll das Konzept in einer Abschlussveranstaltung präsentiert werden. „Machen Sie mit, wir freuen uns auf Ihre Ideen und Vorschläge!“, heißt es in der Einladung der Samtgemeinde Hesel.

Parallel zum Klimaschutzkonzept hat die Verwaltung ein Verfahren für eine Änderung des Flächennutzungsplanes eingeleitet. Es sieht auf Grundlage einer Potenzialstudie insgesamt sechs Bereiche vor, in denen künftig die Errichtung von Windkraftanlagen möglich wäre. Zwei davon liegen zwischen Holtland und Nortmoor, zwei weitere rund um Hasselt, hinzu kommen zwei Flächen südlich von Firrel (darunter auch das Gebiet des bereits bestehenden Windparks). In all diesen Gebieten wäre dann insgesamt Platz für etwa 30 Anlagen. Bis Ende des Jahres soll auch dieses Verfahren abgeschlossen werden.

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