Verkehrsexperimente beendet  Die Neutorstraße soll nach Ostern neu markiert werden

Mona Hanssen
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Von Mona Hanssen
| 27.03.2023 14:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Nicht nur die provisorischen Zebrastreifen, sondern auch die gelbe Fahrstreifenbegrenzung löst sich deutlich auf. Nach einer politischen Absprache soll bald weiße Dauer-Farbe her, bevor es an Umbauarbeiten gehen kann. Foto: Hanssen/Archiv
Nicht nur die provisorischen Zebrastreifen, sondern auch die gelbe Fahrstreifenbegrenzung löst sich deutlich auf. Nach einer politischen Absprache soll bald weiße Dauer-Farbe her, bevor es an Umbauarbeiten gehen kann. Foto: Hanssen/Archiv
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Die gelbe Farbe des letzten Verkehrsversuchs löst sich stark ab. Die Stadt hatte vorgeschlagen, wie der Verkehr in Zukunft geregelt wird. Nun soll eine andere Farbe her.

Emden - Bald soll wieder mehr Klarheit in die Verkehrsführung auf der Emder Neutorstraße kommen: Neue Markierungsarbeiten sind geplant. Nach Ostern soll neue Farbe kommen. Das erklärt die Stadtpressestelle auf Nachfrage dieser Zeitung. Seit August 2021 laufen Verkehrsexperimente auf der wichtigen Verkehrsachse. Diese sind seit Anfang des Monats zwar beendet, doch zuletzt fehlte noch politischer Konsens zur endgültigen Straßengestaltung.

Deswegen konnten dringend notwendige Markierungsarbeiten noch nicht ausgeführt werden. Die gelbe Farbe an den provisorischen Zebrastreifen und der Fahrstreifenbegrenzung hat sich mittlerweile bis fast zur Unkenntlichkeit abgelöst. Bei Starkregen sei die Straße so nicht mehr verkehrssicher, sagte Stadtbaurätin Irina Krantz Anfang dieses Monats im Ratsausschuss für Stadtentwicklung.

So soll die Neutorstraße in Zukunft geregelt sein

Die Abstimmungsgespräche mit dem Emder Rat durch Stadtbaurätin Irina Krantz seien nun aber abgeschlossen, so Stadtsprecher Eduard Dinkela. Die Stadtplanung sei derzeit dabei, die neuen Markierungen zu planen. Wenn die Markierung genau startet, werde das „frühzeitig bekannt gegeben“. Diese soll dann nicht mehr im für provisorische Verkehrsführungen verwendeten Gelb-Ton sein, sondern im langfristigen Weiß. Das heißt, dass die Politik dem Vorschlag der Verwaltung zur zukünftigen Straßenführung zustimmt, bestätigt Stadtsprecherin Theda Eilers auf Nachfrage. Im Stadtentwicklungs-Ausschuss am 20. April könnte aber noch einmal darüber diskutiert werden.

Die Verwaltung schlägt vor, dass die Neutorstraße endgültig zu einer Einbahnstraße wird. Fahrtrichtung ist vom Agterum zum Rathaus. An beiden Seiten soll es einen zwischen 1,50 bis 2 Meter breiten Radweg geben. Die Details müssen noch geklärt werden. Die Straße insgesamt wird angehoben und gepflastert. Rampen führen zu beiden Seiten in den dann „verkehrsberuhigten Geschäftsbereich“. Dort kann eine Geschwindigkeitsbegrenzung zwischen 10 und 30 Kilometern pro Stunde gelten. Auch hier muss noch final abgestimmt werden. Die Fraktionen im Rat sprachen zuletzt noch von „viel Diskussionsbedarf“.

Das kosten die Verkehrsexperimente bislang

Bevor es an die Straßenmarkierungen gehen kann, bedarf es auch noch interner Rücksprachen, unter anderem mit dem Bau- und Entsorgungsbetrieb der Stadt (BEE), dem Fachdienst Straßenverkehr und gegebenenfalls der Verkehrskommission der Stadt. „Sobald diese Abstimmungen abgeschlossen sind, stellen wir der Öffentlichkeit die konkrete Umsetzung vor. Inhaltlich entspricht es selbstverständlich der bereits vorgestellten“, so Dinkela.

Auf Nachfrage, wie viel die Markierungsarbeiten bislang kosten, zieht der Stadtsprecher die Gesamtkosten für die Verkehrsversuche heran. Diese belaufen sich auf bislang rund 68.000 Euro - inklusive Markierung und Beschilderung. Die Kosten für die neue Farbe kämen noch dazu. „Wie viel diese genau kostet, kann aber erst gesagt werden, wenn die Planung steht und der BEE ausgeschrieben und beauftragt hat.“

Bis zur langfristigen Lösung, die Umbauarbeiten mit sich bringt, soll die aktuelle verkehrliche Situation bleiben, heißt es zum kurzfristigen Vorgehen der Stadt. Die genaue Gestaltung der Neutorstraße soll über einen Wettbewerb ermittelt und anschließend im Gutachterverfahren umgesetzt werden. Es sei zwar „sportlich“, aber man wünsche sich einen Abschluss der Umbauarbeiten bis spätestens Mitte 2026, hieß es zuletzt.

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