Zahlen  Kutter und Fischer an der Nordsee – wie viele gibt es eigentlich?

Claus Hock
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Von Claus Hock
| 26.03.2023 11:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Krabbenkutter wie diese gehören zur Region dazu. Aber ihre Zahl schwindet. Foto: DPA
Krabbenkutter wie diese gehören zur Region dazu. Aber ihre Zahl schwindet. Foto: DPA
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Die Zahl der Kutter in Niedersachsen nimmt ab. Aber wie viele Schiffe sind es noch – und wo haben diese ihren Heimathafen?

Greetsiel/Nordseeküste - Es gibt Dinge, die sind einfach herauszufinden. Hunderttausende Nachkommastellen der Zahl Pi zum Beispiel oder die Grundsätze der Thermodynamik. Beides ist vielleicht nicht einfach zu verstehen, aber leicht herauszufinden. Was nicht so leicht herauszufinden ist: Wie viele Krabbenkutter sind eigentlich in welchem Nordseehafen gemeldet?

Auch die Entwicklung über die vergangenen Jahre: schwierig. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen kann nur eine ungefähre Zahl der Krabbenkutter im Zuständigkeitsbereich liefern. Das Bundesamt für Ernährung und Landwirtschaft kann aufgrund von Krankheitsfällen erst im April überhaupt auf die Anfrage dieser Zeitung antworten. Und das Staatliche Fischereiamt in Bremerhaven kann auch keine ortsspezifischen Zahlen liefern. Zumindest zunächst nicht.

99 Kutter zwischen Ditzum und Cuxhaven

Auf erneute Nachfrage hat man für diese Zeitung „kurzfristig“ eine Liste zusammengestellt. „Ich möchte allerdings darauf hinweisen, dass dies eine Momentaufnahme darstellt und es keine „statische“ Liste ist, sondern die Zahlen aufgrund von Zu- und Abgängen im Jahresverlauf schwanken“, heißt es in der begleitenden E-Mail.

In den insgesamt 18 aufgelisteten Häfen von Norddeich bis Cuxhaven sind mit Stand 23. März insgesamt 99 aktive Krabbenkutter gemeldet. Entlang der schleswig-holsteinischen Nordseeküste waren es 2021 im Vergleich dazu 95 Kutter im Haupt- und vier im Nebenerwerb.

Zahl der Eigner geht zurück

Größter Kutterhafen Niedersachsens ist Greetsiel. Hier waren am 23. März 29 Krabbenkutter gemeldet. Zum Vergleich: landwirtschaftliche Betriebe in Niedersachsen, die „in ökologischer Wirtschaftsweise“ arbeiten und Milchkühe halten, gab es 2020 185 Stück.

Die Größe der niedersächsischen Kutterflotte nimmt derweil seit Jahren ab. Nimmt man alle Boote ab einer Länge von zehn Metern bis zu einer Länge von mehr als 24 Metern zusammen, gab es 2021 insgesamt 118 gemeldete Fischerboote. 2002 waren es in Niedersachsen noch 165 Boote. Auch die Zahl der Eigner ist von 204 (2002) auf 131 in 2021 gesunken. Das ergibt sich aus Zahlen des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums.

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