Klare Niederlage Vinnhorst für die OHV-Handballer eine Nummer zu groß
Beim Tabellenführer war für den OHV Aurich nichts zu holen. Mit 23:37 kassierten die Ostfriesen eine verdiente Schlappe. In der Anfangsphase hielt der OHV noch ganz gut mit.
Vinnhorst - Eine deutliche 23:37-Niederlage musste der OHV Aurich gestern Abend im Nachholspiel der dritten Handballliga, Staffel Nord, beim TuS Vinnhorst von 1956 vor 490 Zuschauern im Vinnhorster Sportzentrum einstecken. Bereits zur Pause lag die Mannschaft von Trainer Pedro Alvarez gegen den schon vorher feststehenden Meister mit 13:19-Toren zurück. Die Auricher waren mit ihrem nur noch zehn Spielern umfassenden kleinen Kader und den beiden Nachwuchsspielern Brüdern Simon und Henning Stoehr nach Hannover gereist, nach 45 Minuten machte sich ein Kraftverlust bei den Gästen bemerkbar.
„Das war heute eine sehr gute Vinnhorster Mannschaft, gegen die hatten wir keine Chance. Wir haben zu viele Fehler gemacht, Vinnhorst war einfach zu gut für uns“, zog Aurichs Teammanager Ewald Meyer die nüchterne Bilanz. Gleich mit dem ersten Wurf auf das Auricher Tor gingen die Gastgeber in Führung und behielten sie bis zum Schluss. Der OHV teilte seine Kräfte von Beginn an gut ein, baute langsam auf und erhöhte vor dem gegnerischen Wurfkreis das Tempo. Doch weil Hannovers Torhüter gleich den ersten Versuch von Evgeny Vorontsov entschärfte, lief das Team von Trainer Alvarez trotz einer ebenbürtigen Leistung bis zur zehnten Minuten stets einem Rückstand von einem Treffer hinterher.
Schwerstarbeit für den Mittelblock
Zwischendurch hatte sich auch Marten Jungvogel im Auricher Gehäuse auf die Würfe der Gastgeber eingestellt und blieb viermal Sieger. Aurichs 6:0-Deckung mit Petar Puljic und Jannes Hertlein im Mittelblock leistete Schwerstarbeit und kämpfte bis zum Schluss. Ab der elften Minute häuften sich die Fehlpässe im Auricher Angriffsspiel, dazu kam, dass der Vinnhorster Schlussman Ivan Budalic sich auf die Würfe der Gäste eingestellt hatte und zweimal gegen Kevin Wendlandt und auch noch gegen Evgeny Vorontsov parierte. Aurich blieb aufmerksam, Simon Stoehr und in Halbzeit zwei auch Jannes Hertlein trafen bei Überzahl ins leere Tor der Gastgeber, doch es reichte insgesamt nicht. Bis zum 16:12 (26.) hielt der OHV die Begegnung offen, dann unterliefen den Gästen gleich mehrere Fehler, sodass Aurich schon zum Wechsel mit 13:19 hinten lag.
Nach der Pause begannen beide Mannschaften mit neuen Torleuten. Bei Aurich stand jetzt Edgars Kuksa zwischen den Pfosten, bei Vinnhorst Stefan Hanemann. Hanemann bot eine überragende Leistung und hatte mit acht Paraden in 15 Minuten einen erheblichen Anteil am 28:16-Vorsprung seiner Mannschaft. Nach 50 Minuten wechselte der TuS Vinnhorst mit Colin Räbiger seinen dritten Schlussmann ein, auch der hielt überragend, sechsmal scheiterten die OHV-Werfer an ihm.
Letzte Auszeiten
Aurichs Trainer Pedro Alvarez nahm zwar innerhalb von drei Minuten seine beiden letzten Auszeiten, doch auch damit konnte er die Angriffswucht des Meisters nicht stoppen. Edgars Kuksa hielt erst in der 46. Minute ein „Geschoss“ des Vinnhorster Angriffs, danach einen Strafwurf und noch zwei Bälle aus dem Spielgeschehen.
Gegen die völlig frei zum Wurf kommenden Kreisläufer und aus dem Rückraum waren beide Auricher Keeper machtlos. Vinnhorst gewann am Ende verdient mit 37:23.
Spieldaten
Aurich: Jungvogel, Kuksa; de Buhr (1), Wendlandt (3), Vorontsov (4), M. Pliuto (1), Wark (3), Hertlein (4), Crnic (4/1), Puljic (2/1), S. Stoehr (1), H. Stoehr.
Spielfilm: 3:2 (6.), 6:5 (11.), 10: 6 (15.), 13:9 (21.), 19:13 (30.), 23:16 (37.), 28:16 (44.), 32:17 (49.), 37:23.
Zeitstrafen: Vinnhorst (2); Aurich (1).
Zuschauer: 450
Siebenmeter: Vinnhorst 4 / 2 verwandelt; Aurich 3 /2 verwandelt.
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