Zum Tag der Rückengesundheit Wie gute Ernährung gegen Rückenschmerzen helfen kann
Der 15. März ist Tag der Rückengesundheit. Rückenschmerzen kann durch bestimmte Bewegungsübungen vorgebeugt werden. Aber auch die Ernährung kann vieles zu einem gesunden Rücken beitragen.
Ostfriesland - Rund 80 Prozent der Deutschen leiden mindestens einmal in ihrem Leben an Rückenschmerzen. Von allen chronischen Schmerzerkrankungen verursachen Rückenschmerzen die größten volkswirtschaftlichen Kosten. Mit einer entsprechenden Ernährung aber können Knochen und Muskeln gestärkt werden. Der Tag der Rückengesundheit findet jährlich am 15. März statt und will auf das Thema Rückenschmerzen aufmerksam machen. Die Initiative wurde vom Bundesverband deutscher Rückenschulen und der Aktion Gesunder Rücken (AGR) initiiert.
Was und warum
Darum geht es: Knochengesunde Ernährung dient dem Körper in jedem Alter als Vorbeugung und Schutz.
Vor allem interessant für: alle, die schon unter Rückenschmerzen litten und ihren Körper mit bestimmten Lebensmitteln stärken wollen
Deshalb berichten wir: Der Tag der Rückengesundheit macht jährlich am 15. März auf das Thema aufmerksam. Die Autorin erreichen Sie unter: n.kraft@zgo.de
Als Verbund aus Knochen, Muskeln und Nervensträngen erfüllt der Rücken vielfältige Funktionen. Insbesondere die Wirbelsäule ist der relevanteste und auch leidensanfälligste Teil. Sie wird ständig belastet, weil sie den aufrechten Gang, das Sitzen und Stehen stützen muss. „Mit einer knochengesunden Ernährung als Vorbeugung und Schutz kann der Mensch alle Muskeln und Knochen mit wichtigen Nährstoffen in jedem Alter stärken“, sagt Christine Schmidt. Sie ist Diplom-Ökotrophologin und arbeitet selbstständig als zertifizierte Ernährungsberaterin in Aurich. „Unsere Knochenstruktur baut sich im Laufe des Lebens auf und hat etwa zum 30. Lebensjahr ihre höchste Dichte. Danach baut sich die Masse über Jahrzehnte langsam wieder ab“, erklärt sie.
Kalzium und Vitamin D
„Besonders wichtige Nährstoffe zur Stärkung der Knochen sind Kalzium und Vitamin D“, sagt Schmidt. Kalzium sorgt für mehr Stabilität und Struktur der Knochen, so die AGR. „Es steckt etwa in Milchprodukten wie Käse, Quark und Joghurt, aber auch in grünem Gemüse wie Brokkoli und Grünkohl, in Orangen, Nüssen, Mandeln, Kürbiskernen oder Sesam“, weiß Schmidt. „Wer es nicht schafft, die empfohlenen drei Portionen Milchprodukte am Tag zu essen, kann seine Zufuhr durch kalziumreiches Mineralwasser, mit mindestens 150 Milligramm Kalzium pro Liter, erhöhen.“
Vitamin D, das sogenannte Sonnenvitamin, bilde der Körper bei Sonneneinstrahlung selbst. „Wir können es kaum mit der Nahrung aufnehmen“, sagt die Ernährungsberaterin. Sie empfiehlt, den Vitamin-D-Spiegel bei einem Arzt überprüfen zu lassen und bei einem Mangel gegebenenfalls Vitamin D als Präparat einzunehmen.
Bunte, abwechslungsreiche Ernährung
Weitere wichtige Nährstoffe für die Knochengesundheit seien Vitamin K (aus Quark, Käse, Fleisch, Eiern und Kohlgemüse), Vitamin B12 (aus Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten) und Folsäure (aus Vollkorngetreide, grünem Blatt- und Kohlgemüse, Hülsenfrüchten, Tomaten und Zitrusfrüchten).
„Eine knochengesunde Ernährung sollte also bunt und abwechslungsreich sein mit viel Gemüse und Obst, Nüssen, Saaten, Hülsenfrüchten, täglich Milchprodukten, Vollkorngetreide, ergänzt durch etwas Fisch, Fleisch und Eier“, fasst Christine Schmidt zusammen.
Rückenschmerzen und Körpergewicht
Das Körpergewicht ist in Bezug auf einen gesunden Rücken ein wichtiger Faktor. „Aufgrund der dauerhaften Über- und Fehlbelastung kann ein zu hohes Körpergewicht Rückenbeschwerden auslösen“, warnt die AGR. Durch den konstanten Druck auf die Wirbelsäule litten übergewichtige Menschen beispielsweise doppelt so häufig an Bandscheibenproblemen wie Normalgewichtige. „Alles, was wir zu viel an Gewicht mit uns tragen, belastet mit der Zeit unsere Knochen und Gelenke“, sagt Christine Schmidt.
Doch auch Untergewicht sei nicht förderlich für die Knochengesundheit, führt die Ernährungsberaterin fort. Mit Untergewicht sei häufig eine verminderte Muskelmasse verbunden. „Muskeln brauchen wir, um unsere Knochen zu stärken, zu stützen und gesund zu halten“, erklärt Schmidt. Mit Untergewicht gehe nicht selten ein Mangel an wichtigen Nährstoffen und besonders Eiweiß einher, das für den Erhalt der Muskelmasse wichtig sei. Die Ernährungsberaterin warnt in diesem Zusammenhang unter anderem vor strengen Diäten: „Ein rascher Gewichtsverlust kann sich negativ auf unsere Knochengesundheit auswirken, weil wichtige Nährstoffe fehlen.“ Ein Normalgewicht sei das Beste für den Rücken.