Leistungsträger bleibt in Aurich Vorontsov verlängert vor Derby seinen Vertrag beim OHV
Am Freitag erwarten die Ostfriesen in der 3. Liga den Wilhelmshavener HV. Für Evgeny Vorontsov wird es nicht das letzte Derby sein. Die neue Vertragslaufzeit des 36-Jährigen überrascht etwas.
Aurich - Eine wichtige Vertragsverlängerung hat Handball-Drittligist OHV Aurich am Montag bekanntgegeben. Leistungsträger Evgeny Vorontsov hat seinen im Sommer auslaufenden Vertrag um zwei weitere Jahre verlängert. Und das unmittelbar vor dem mit Spannung erwarteten Derby gegen den Wilhelmshavener HV am Freitagabend in der Auricher Sparkassen-Arena.
Mit seinen 36 Jahren gehört der Rechtsaußen, der diese Saison auch viel im rechten Rückraum zum Einsatz kommt, noch lange nicht zum „alten Eisen“. Vorontsov ist mit 95 Treffern auf Platz zehn der Torjägerliste der Nord-Staffel. Ihm mache es großen Spaß beim OHV zu spielen, ließ der OHV in einer Klubmitteilung verlautbaren. Zusammenhalt im Team und mit den Zuschauern und auch die familiäre Atmosphäre würden ihn begeistern. Wenn der Vertrag von Vorontsov im Sommer 2025 endet, ist er 39 Jahre.
Zwölf Jahre in Wilhelmshaven
Der Verein stattete den Routinier, der seit 2021 für Aurich spielt, bewusst mit einem weiteren Zwei-Jahres-Vertrag aus. „Es ist sein Können, seine Leistung, seine Zuverlässigkeit und selbstverständlich seine Erfahrung, von der auch die jüngeren Spieler profitieren können“, fasst Jörg Schmeding, Geschäftsführer des wirtschaftlichen Trägers OHS, die Beweggründe zusammen. Linkshänder Vorontsov gilt als zuverlässiger Torschütze, der auch in engen Spielen die Ruhe behält.
Das Handballspielen lernte der 1986 in der damaligen Sowjetunion geborne Vorontsov in Varel, sein Vater war dort Zweitliga-Torwart. Über das Jugendinternat des SC Magdeburg kam er dann als Männerspieler nach Varel zurück und erlebte nach einjährigen Stationen in Edewecht und Essen zwölf erfolgreiche Jahre in Wilhelmshaven. Von dort ging es 2021 nach Aurich. Er lebt auch noch an der Jade und arbeitet dort als Elektroniker des Marine-Arsenals.
Sein Kosename „Jenia“, wie er von seinen Verwandten, Freunden und Mitspielern genannt wird, ist eine freundliche Ableitung aus seinem Vornamen und mittlerweile auch bei den Fans angekommen.
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