Nach Schüssen in Hamburg  Leeraner Gemeinde reagiert betroffen auf Amoklauf in Hamburg

Nikola Nording
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Von Nikola Nording
| 10.03.2023 16:12 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Mitarbeiter der Spurensicherung kommen aus dem Versammlungsgebäude der Zeugen Jehovas im Hamburger Stadtteil Alsterdorf. Bei Schüssen in einer Veranstaltung der Zeugen Jehovas sind am Donnerstagabend mehrere Menschen getötet und einige Personen verletzt worden. Foto: Christian Charisius/dpa
Mitarbeiter der Spurensicherung kommen aus dem Versammlungsgebäude der Zeugen Jehovas im Hamburger Stadtteil Alsterdorf. Bei Schüssen in einer Veranstaltung der Zeugen Jehovas sind am Donnerstagabend mehrere Menschen getötet und einige Personen verletzt worden. Foto: Christian Charisius/dpa
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In Hamburg sind bei einem Amoklauf in einem Gebetshaus von Jehovas Zeugen acht Menschen getötet worden. Leeraner Gläubige reagieren schockiert auf die Nachricht.

Ostfriesland/Hamburg - Betroffenheit auch im Landkreis Leer: Am Donnerstagabend hatte gegen 21 Uhr während einer Veranstaltung im Gebäude der Gemeinde im Hamburger Stadtteil Alsterdorf ein Schütze um sich geschossen. Der mutmaßliche Todesschütze ist ein 35 Jahre alter Mann. Philipp F. sei ein ehemaliges Mitglied der Hamburger Gemeinde der Zeugen Jehovas gewesen und habe diese vor eineinhalb Jahren freiwillig, aber offensichtlich nicht im Guten verlassen. Das teilten Polizei, Staatsanwaltschaft und Innenbehörde am Freitag in Hamburg bei einer Pressekonferenz mit. Bei den Schüssen in einem Gebäude der Zeugen Jehovas in Hamburg gab es acht Tote und acht Verletzte, wie Innensenator Andy Grote (SPD) sagte. Zu den Toten zählt die Polizei auch den Täter sowie ein ungeborenes Kind.

Schockiert reagierte auch die Gemeinde von Jehovas Zeugen in Leer auf die Ereignisse in Hamburg. „Wir verstehen uns nicht nur als Glaubensgemeinschaft, sondern als Glaubensfamilie“, sagte Veronika Büscher, die in der Leeraner Gemeinde für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. „Jehovas Zeugen stehen für ein Leben in Frieden“, so Büscher weiter. Gemeindemitglieder hätten auch Verbindungen zu Gemeinden in Hamburg, von einer direkten Verbindung zur betroffenen Gemeinde wisse sie allerdings nicht. „Wir sind sehr schockiert“, sagt sie. Man werde für die Opfer nun beten.

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