OP war erfolgreich Wiesmoors Bürgermeister fällt nach Bandscheibenvorfall aus
Über Monate plagten Sven Lübbers Rückenschmerzen. Die ist er nach einer erfolgreichen OP los – wird aber noch einige Wochen nicht ins Büro und auf Termine zurückkehren.
Wiesmoor - Zumindest für diesen Monat bleibt das Bürgermeisterbüro im Wiesmoorer Rathaus voraussichtlich verwaist. Auf öffentlichen Terminen wird man Amtsinhaber Sven Lübbers (parteilos) nicht erspähen, an der Ratssitzung am Dienstagabend im KGS-Forum konnte der 39-Jährige ebenfalls nicht teilnehmen. Lübbers erholt sich von einem operativen Eingriff in der Neurochirurgie im Evangelischen Krankenhaus in Oldenburg, dem er sich am Mittwoch voriger Woche unterzogen hat. „Schon seit September habe ich mich mit starken Rückenschmerzen herumgeplagt, die zunehmend zur Belastung geworden sind“, sagt Lübbers.
Er, der seit vielen Jahren Sport treibt, lange Fußball gespielt hat und aktiv läuft, habe plötzlich mit überreizten Nerven zu kämpfen gehabt. Dann sei zunächst ein Beckenschiefstand diagnostiziert worden – ehe Ende Januar eine MRT-Untersuchung das Ergebnis brachte: „Ich habe einen Bandscheibenvorfall erlitten“, sagt Lübbers. „Mögliche Ursachen dafür gibt es offenbar verschiedene.“ Weil dann aber „alle konservativen Behandlungen nichts mehr halfen“, habe er dank der Unterstützung durch seinen Hausarzt relativ rasch einen Termin im Krankenhaus in Oldenburg bekommen. Der Ratsvorsitzende Jens Peter Grohn (SPD) hatte in der jüngsten Ratssitzung bereits das Fehlen des Bürgermeisters erklärt und berichtet, die Operation sei gut verlaufen. „Das ist wirklich so, die Last der permanenten Rückenschmerzen ist weg. Das ist eine riesige Erleichterung, man gewinnt plötzlich lange verlorene Lebensqualität zurück“, sagt er.
„Der Rücken soll und muss noch lange halten“
Aktuell bereitet er sich auf eine stationäre Reha vor, die er voraussichtlich in der kommenden Woche antreten kann. „Ich bin ja noch jung, der Rücken soll und muss noch lange halten – und gerade deshalb will ich hier nichts überstürzen, sondern sorgsam die Basis dafür legen, dass danach auch alles gut bleibt. Für dauerhafte Nachwehen bin ich zu jung“, sagt der Bürgermeister.
Um bis dahin flexibel liegen, stehen und sitzen und den Rücken entlasten zu können, bleibe er bis zum Reha-Start zu Hause. „Ich bin für meine Kollegen ja erreichbar, lese Mails, kann telefonieren und bin auch vom Homeoffice aus ja eingebunden.
Zusätzlich habe ich viele gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, auf die ich mich verlassen kann – und mit Jens Brooksiek einen tollen Allgemeinen Vertreter im Rathaus“, sagt der 39-Jährige. Das gelte genauso für Jens Peter Grohn und Friedhelm Jelken (CDU), die ihn stärker als sonst im Moment auf repräsentativen Terminen vertreten. Im April dann, sagt Sven Lübbers, hoffe er wieder einsteigen zu können – erholt und hoffentlich fortan ohne Rückenschmerzen.