Hamburg Ein Ungeborenes unter den acht Toten der Amoktat in Hamburg
Der mutmaßliche Täter tötete während einer Versammlung der Zeugen Jehovas in Hamburg sieben Menschen und verletzte weitere. 36 Personen waren bei der Amoktat anwesend.
Die Hamburger Innenbehörde, die Staatsanwaltschaft und die Polizei geben mehr Details zu der Amoktat bei den Zeugen Jehovas bekannt.
In der Pressekonferenz gaben der Innensenator Andy Grote, ein Vertreter der Hamburger Staatsanwaltschaft, der Polizeipräsident Ralf Martin Meyer sowie der Leiter der Schutzpolizei, Matthias Tresp mehr Details zur Tat bekannt.
Bei der Amoktat starben vier Männer, zwei Frauen. Sie waren alle im Alter zwischen 33 und 60 Jahren. Unter den Opfern ist auch ein weiblicher Fötus im Alter von 28 Wochen. Der mutmaßliche Täter tötete sich selbst kurz nachdem die Einsatzkräfte am Tatort eintrafen.
Bei der Veranstaltung der Zeugen Jehovas waren 36 Personen anwesend. 25 wohnten dem Gottesdienst im Livestream bei. 47 Notrufe gingen am Donnerstagabend innerhalb kurzer Zeit bei der Hamburger Polizei ein.
Das Motiv des mutmaßlichen Täters ist weiterhin unklar. Nach jetzigen Erkenntnissen gibt es keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund laut Staatsanwaltschaft.
Er war seit dem 12. Dezember in Besitz einer halbautomatischen Waffe und besaß eine Waffenkarte. Neun Magazine mit 15 Schuss wurden im Gebäude verschossen.
Insgesamt 953 Polizeibeamte waren in der Nacht im Einsatz. Darunter auch 52 Bundespolizisten und Spezialeinsatzkräfte aus Schleswig-Holstein.
„Mein ausdrücklicher Dank geht an die Polizei Hamburg, die sehr schnell vor Ort war und die diese extrem herausfordernde Lage hochprofessionell und umsichtig bewältigt hat“, sagte Grote. Ebenso danke er der Feuerwehr für deren schnellen und beherzten Einsatz.