Hamburg  Amoktat in Hamburg-Alsterdorf: Politiker zeigen sich erschüttert

Dana Ruhnke, Juliane Urban
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Von Dana Ruhnke, Juliane Urban
| 10.03.2023 00:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Bundeskanzler Olaf Scholz reagierte am frühen Freitagmorgen auf die mutmaßliche Amoktat in Hamburg bei den Zeugen Jehovas. Foto: Kay Nietfeld/dpa
Bundeskanzler Olaf Scholz reagierte am frühen Freitagmorgen auf die mutmaßliche Amoktat in Hamburg bei den Zeugen Jehovas. Foto: Kay Nietfeld/dpa
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Am Donnerstagabend fallen bei einem Gottesdienst der Zeugen Jehovas in Hamburg-Groß Borstel Schüsse. Sieben Menschen werden durch den Schützen getötet, weitere zum Teil schwer verletzt. Der Täter erschießt sich kurz darauf selbst. So reagieren Politiker in den sozialen Medien.

Schreckliche Bilder aus Hamburg-Alsterdorf: In der Straße Deelböge ist es laut Angaben aus Sicherheitskreisen zu einer Amoktat gekommen. Nach Informationen der Polizei haben gegen 21 Uhr eine oder mehrere Personen in einem sogenannten Königreichssaal der Zeugen Jehovas – ein Gebäude für Gottesdienste der Gruppe – auf Menschen geschossen.

Weiterlesen: Sieben Tote bei Amoktat in Hamburg – Schießerei bei Zeugen Jehovas

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher zeigte sich erschüttert.

Katharina Fegebank, zweite Bürgermeisterin spricht den Familien und Freunden ihr Mitgefühl aus. Außerdem dankte sie allen Einsatzkräften.

Innen- und Sportsenator Andy Grote griff einen Tweet der Hamburger Polizei auf.

Maryam Blumenthal von den Grünen Hamburg hatte in ihrem Tweet dazu aufgerufen, das Haus nicht zu verlassen und die Türen geschlossen zu halten. Etwas später gab die Polizei dann erste Entwarnung. Es gebe keinen Hinweis auf einen flüchtigen Täter: „Im Moment ist die Lage soweit beruhigt“, so ein Polizeisprecher. 

Bundeskanzler Olaf Scholz reagierte am frühen Freitagmorgen auf die mutmaßliche Amoktat. Seine Gedanken seien bei den Opfern und ihren Angehörigen. „Und bei den Sicherheitskräften, die einen schweren Einsatz hinter sich haben“, schrieb er bei Twitter.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) zeigte sich ebenfalls „erschüttert“. „Meine Gedanken sind in dieser schweren Stunde bei den Opfern und ihren Angehörigen, bei den Gemeindemitgliedern und auch bei den Einsatzkräften“, sagte Faeser der Deutschen Presse-Agentur in der Nacht zum Freitag.

Auch Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger meldete sich noch in der Nacht zu Wort. Sie sprach den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus.

Auf der Homepage der Zeugen Jehovas in Deutschland, wurde ein Statement veröffentlicht. Darin heißt es: „Die Religionsgemeinschaft ist tief betroffen von der schrecklichen Amoktat auf ihre Glaubensangehörigen in einem Königreichssaal in Hamburg nach einem Gottesdienst. Dabei kamen mehrere Menschen ums Leben, weitere wurden schwer verletzt. Unser tiefes Mitgefühl gilt den Familien der Opfer sowie den traumatisierten Augenzeugen. Die Seelsorger der örtlichen Gemeinde tun ihr Bestes, ihnen in dieser schweren Stunde Beistand zu leisten. Wir beten für alle Betroffenen und wünschen ihnen die Kraft des Gottes allen Trostes (2. Korinther 1:3, 4)“.

Auch die amerikanische Glaubensgemeinschaft hat sich geäußert. Auf ihrer Seite schreiben sie, dass ihre Gebete bei den Betroffenen sind.

Auch andere Religionsgemeinschaften haben sich geäußert. „Wir sind bei denen, die verletzt sind und bei denen, die aus dem Leben gerissen wurden“, twitterte das Erzbistum Hamburg am Abend.

Am Freitagmorgen twitterte auch die Nordkirche zur Tat in der Hansestadt. „Wir sind sehr traurig. Möge Gott bei den Opfern und ihren Familien und allen Trauernden sein“.

Auch die Evangelische Kirche in Deutschland hat sich am Morgen in einem Tweet geäußert: „Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Opfern und Angehörigen des furchtbaren Anschlages bei einer Veranstaltung der Zeugen Jehovas in Hamburg.“

Die Nachricht über die Amoktat im Königreichssaal der Zeugen Jehovas verbreitet sich schnell in der ganzen Welt. Michael Ludwig, Bürgermeister der Stadt Wien betonte in seinem Tweet, dass die österreichische Stadt an der Seite Hamburgs steht.

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