Hamburg  Burger King führt McDonalds wegen pflanzenbasierter Burger vor

Patrick Kern
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Von Patrick Kern
| 01.03.2023 06:36 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Fehde zwischen Burger King und McDonalds geht weiter: Nun führt Burger King seinen Konkurrenten wegen neuer pflanzenbasierter Produkte vor. Foto: dpa/Peter Kneffel
Die Fehde zwischen Burger King und McDonalds geht weiter: Nun führt Burger King seinen Konkurrenten wegen neuer pflanzenbasierter Produkte vor. Foto: dpa/Peter Kneffel
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Mit pflanzenbasierten Burgern und Nuggets will McDonalds eine neue Produktlinie bei sich etablieren. Das sorgt nicht nur für Kritik bei Veganern, sondern auch für Spott vom Konkurrenten, der selbst gerade erst einen Vegan-Skandal auslöste.

Es ist noch gar nicht lange her, da sorgte Burger King mit ihrer veganen Produktreihe für großen Wirbel. Im vergangenen Jahr deckte das Undercover-Reporterteam „Team Wallraff“ auf, dass die Kennzeichnung die Kunden in die Irre führte und die betroffenen Burger gar nicht vegan waren. So wurde Mayo mit Ei für vegane Burger verwendet und vegane Pattys wurden im gleichen Fett wie Pattys aus Fleisch zubereitet.

Trotzdem nimmt die Fastfood-Kette jede Möglichkeit mit, den Konkurrenten McDonalds zu verspotten. So wie jetzt, als McDonalds ankündigte, einen neuen Burger und neue Nuggets auf die Speisekarte aufzunehmen – beides pflanzenbasiert.

So schreibt das Unternehmen auf Instagram: „Habt ihr auch so einen Kumpel, der immer zu spät kommt?“, unterlegt mit dem Schriftzug „Besser spät als Beef“. Damit spielt Burger King darauf an, dass bei ihnen pflanzenbasierte Produkte schon deutlich länger erhältlich sind.

Doch macht sich Burger King nicht nur darüber lustig, wie lang McDonalds für den Nachzug gebraucht hat: Auch die kleine Auswahl dient als Angriffsfläche: „Plant-based ist gut. Auswahl ist besser“, heißt es in einem der Instagram-Bilder. Das Unternehmen weist nach eigenen Angaben zwölf pflanzenbasierte Produkte auf – und hat damit mehr zu bieten als McDonalds mit nur zwei Produkten.

Doch damit nicht genug. Zwar hat McDonalds jetzt mit dem „McPlant“ einen pflanzenbasierten Burger – gleichzeitig streicht die Fastfood-Kette aber ihre veganen Burger von der Karte, was für weiteren Aufruhr sorgt.

Denn der neue Burger ist alles andere als vegan: Das Patty auf Basis von Erbsenprotein könne „in der Küche in Kontakt mit Rind- oder Schweinefleisch gekommen sein“, auch der Käse sei mit Milch und die Sandwichsauce mit Ei versetzt, so das Restaurant. Gleiches gilt für die Nuggets, wo der „Kontakt mit Hähnchenprodukten“ nicht ausgeschlossen werden könne. Und das, obwohl McDonalds laut Pressemitteilung der „Entwicklung Rechnung tragen“ möchte, dass der Anteil von „Menschen, die zeitweise auf Fleisch verzichten möchten“ stetig wächst.

Entsprechend hagelt es Kritik. Unter den neuesten Instagram-Postings sammeln sich vermehrt Kommentare von Nutzern, die sich die vegane Variante zurückwünschen. Und dem Vorwurf der falschen Kennzeichnung, der bei Burger King zum Skandal führte, muss sich nun auch McDonalds stellen.

„Es ist so peinlich, einen Burger, der weder vegan noch vegetarisch ist, mit plant-based zu bezeichnen“, heißt es in der Kommentarsektion unter anderem. „Der ‚McPlant‘ ist eine irreführende Bezeichnung. Man geht davon aus, dass er aus Pflanzen besteht, während in Wirklichkeit Eier, Milch und tierische Bratfette durch die Zubereitung enthalten sind“, schreibt ein anderer Nutzer.

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