Berlin  Wird Kühnert neuer Bürgermeister von Berlin? Das sagt die SPD

Jakob Patzke
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Von Jakob Patzke
| 16.02.2023 11:35 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Kevin Kühnert ist seit Dezember 2021 Generalsekretär der SPD. Foto: dpa/Sebastian Willnow
Kevin Kühnert ist seit Dezember 2021 Generalsekretär der SPD. Foto: dpa/Sebastian Willnow
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Nach der Schlappe bei der Wahlwiederholung in Berlin muss sich die SPD überlegen, wie es für sie und Franziska Giffey weitergeht. Als Nachfolger für die noch amtierende Bürgermeisterin wird etwa SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert gehandelt. Wie realistisch ist das?

Die SPD ist der große Verlierer bei der Wahlwiederholung in Berlin vom vergangenen Sonntag. Dennoch möchte die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey mithilfe einer Koalition aus Grünen und Linken im Amt bleiben. Während die anderen Parteien sie dazu auffordern, ihren Posten zu räumen, fragen sich auch einige Mitglieder der Sozialdemokraten, ob es mit Giffey tatsächlich weitergehen kann.

So brachte die „Bild“ kürzlich SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert als nächsten Regierenden Bürgermeister von Berlin ins Spiel. Darauf berief sich auch Sandra Maischberger in ihrer Talkshow am Mittwochabend, in der unter anderem Parteichef Lars Klingbeil zu Gast war. Doch noch bevor die Moderatorin den SPD-Vorsitzenden zu der gehandelten Personalie befragen konnte, ertönten Buhrufe aus dem Publikum, als Maischberger Kühnerts Namen in den Mund nahm.

„Ich habe Buhs gehört, es ist ja auch Fasching“, kommentierte die Moderatorin die Reaktion der Zuschauer. Zu Klingbeil sagte sie: „Die ‚Bild‘-Zeitung hat geschrieben, Kevin Kühnert sei der Joker als Regierender Bürgermeister von der SPD oder als Juniorpartner der CDU.“ Dieser antwortete: „Der ist einer derjenigen, die in der SPD richtig was zu sagen haben.“ Man brauche Kühnert auf Bundesebene als Generalsekretär.

Und Kühnert selbst? Der SPD-Generalsekretär sprach sich im Interview mit dem ZDF kürzlich dafür aus, dass Giffey Bürgermeisterin in Berlin bleibt. „Wir wünschen uns in der SPD, dass sie das weiter tun kann. Dafür haben wir diesen Wahlkampf gemacht, dass sie Regierende Bürgermeisterin bleiben kann. Wer regieren möchte am Ende in Berlin, muss eine Mehrheit hinter sich sammeln.“ Ein „Weiter so“ dürfe es dabei allerdings nicht geben, so Kühnert.

Unterdessen wollen sich die Parteien in Berlin in den kommenden Tagen zu Sondierungsgesprächen treffen. Die CDU bekam nach der Wiederholungswahl 28,2 Prozent der Stimmen, dahinter folgen SPD und Grüne mit jeweils 18,4 Prozent. Die Linke kommt auf 12,2 Prozent, die AfD erhielt 9,1 Prozent der Stimmen. Mit 4,6 Prozent der Stimmen verpasste die FDP den Einzug ins Abgeordnetenhaus.

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