Statistik  So entwickelt sich Hinte

Claus Hock
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Von Claus Hock
| 13.02.2023 15:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Hinte arbeitet aktiv daran, attraktiv als Wohnort zu sein. Neuer Wohnraum gehört dazu. Symbolfoto: Wagenaar/Archiv
Hinte arbeitet aktiv daran, attraktiv als Wohnort zu sein. Neuer Wohnraum gehört dazu. Symbolfoto: Wagenaar/Archiv
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Die Gemeinde Hinte wächst. Seit 2019 nahm die Bevölkerung um 2,5 Prozent zu. Das liegt allerdings nicht an den Geburtenzahlen.

Hinte - Die Krummhörn schrumpft, Hinte wächst. Während die Krummhörn seit 2019 ungefähr 3,7 Prozent ihrer Bevölkerung eingebüßt hat, stieg die Einwohnerzahl in der Gemeinde Hinte um knapp 2,5 Prozent.

In absoluten Zahlen: Zählte Hinte im Jahr 2019 insgesamt 7159 Einwohner, waren es Ende 2022 insgesamt 7345 – davon recht genau die Hälfte (3655) Frauen. Das geht aus dem statistischen Jahresrückblick der Gemeinde hervor.

Woher kommt das Wachstum?

Im vergangenen Jahr sind insgesamt 60 Hinteraner gestorben, genau hälftig auf die Geschlechter verteilt. Dem gegenüber stehen 58 Geburten, eine weniger als noch 2021. Während 2021 noch mehr Jungs (37) geboren wurden, hatten im vergangenen Jahr die Mädchen (31) die Nase vorn. Aber insgesamt bleibt Hinte auch hier seiner Hälfte/Hälfte-Tendenz über die Jahre treu. Hausgeburten gab es, wie im Jahr zuvor, keine.

Für das Bevölkerungswachstum sorgen allerdings unterm Strich die „Externen“. Schon seit Jahren, dieser Zeitung liegen die Entwicklungen bis einschließlich 2018 vor, liegt die Zahl der Zuzüge in die Gemeinde über denen der Wegzüge. So auch im vergangenen Jahr: 501 Menschen wählten Hinte als neuen Hauptwohnsitz, 414 kehrten der Gemeinde den Rücken. 2021 war es ähnlich mit 468 Zuzügen und 387 Wegzügen. Als Gemeinde, in der es sich gut leben lässt, zu gelten, ist eines der erklärten Ziele des Bürgermeisters Uwe Redenius (parteilos) und auch die Politik stößt in dieses Horn.

Zahl der Kirchenaustritte im Deutschlandtrend

Aber auch deutschlandweite Trends lassen sich in Hinte ablesen: Die Zahl der Kirchenaustritte in der Gemeinde hat sich mit 85 im Vergleich zu 2021 nochmals deutlich erhöht. Da waren es insgesamt nur 50.

Auch wenn beim Statistischen Bundesamt die abschließenden Zahlen für Deutschland für 2022 noch nicht vorliegen: Nach einer starken Austrittswelle 1992 war die Zahl der Kirchenaustritte sowohl in der katholischen als auch in der evangelischen Kirche bis 2005/2006 zunächst rückläufig gewesen. Seitdem steigen die Zahlen Jahr für Jahr aber wieder an: In 2021 kehrten deutschlandweit rund 359.000 Katholiken der Kirche den Rücken, bei der evangelischen Kirche waren es rund 266.000 Menschen, die ihren Kirchenaustritt erklärten. Zum Vergleich: 1992 waren die Verhältnisse andersherum: Damals beklagten die Protestanten rund 361.000 Austritte, während es bei den Katholiken „nur“ rund 192.000 waren.

Geheiratet wird in der Mühle

Ein anderer Trend wird bei den Eheschließungen deutlich: Zwar haben auch im vergangenen Jahr die meisten Paare einen gemeinsamen Familiennamen angenommen – genauer: bei 49 der 56 Eheschließungen –, allerdings wurde zehnmal häufiger als noch 2021 der Nachname der Frau beziehungsweise des „Ehegatten 2“ gewählt. Auch hier genauer: Zehn Paare wählten diese Variante, 2021 war es ein Paar. Sieben Paare beließen es bei ihren Nachnamen und wählten keinen gemeinsamen Familiennamen. Allerdings: Nur bei 25 Eheschließungen lag der Wohnort in Hinte.

Beliebtester Ort für das Ja-Wort ist weiterhin die Mühle nahe des Rathauses. 55 der 56 Paare wählten die Mühle, nur ein Paar ließ sich im Rathaus trauen. Im vergangenen Jahr waren es noch 18 Eheschließungen im Rathaus und 44 in der Mühle.

Wenig Bewegung bei der Gewerbesteuer

Wenig Veränderungen gab es hingegen auf der wichtigsten Einnahmenseite der Gemeinde, der Gewerbesteuer. 2021 kamen so rund 1,8 Millionen Euro in die Kasse, 2022 war es ähnlich. Im aktuellen Jahr rechnet die Gemeinde Hinte mit etwas weniger: Hier sind 1,7 Millionen Euro veranschlagt.

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