Landesligist mit tollem Hallenfußball  Firrel siegt in Großefehn und spielt die perfekte Hallensaison

Helmut Borgmann
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Von Helmut Borgmann
| 05.02.2023 18:25 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Nächster Pokal für die Vereinsvitrine: Lukas Koch stemmt den Wanderpokal vor seinen jubelnden Mitspielern in die Luft. Im vierten Turnier feierte der Landesligist den vierten Sieg. Foto: Doden/Emden
Nächster Pokal für die Vereinsvitrine: Lukas Koch stemmt den Wanderpokal vor seinen jubelnden Mitspielern in die Luft. Im vierten Turnier feierte der Landesligist den vierten Sieg. Foto: Doden/Emden
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Viertes Turnier, vierter Sieg: Auch die inoffizielle Ostfrieslandmeisterschaft wurde gewonnen. Middels hatte im Finale aber einen kleinen Nachteil. Spannend war auch: Wer coachte Germania Leer?

Großefehn - Rassige Zweikämpfe, technische Kabinettstückchen und spektakuläre Tore – kurz Hallenfußball vom Feinsten bekamen die 250 Zuschauer in der vollen Sporthalle bei den 17. inoffiziellen Ostfrieslandmeisterschaften am Samstag in Großefehn zu sehen. Überragendes Team war dabei erneut Grün-Weiß Firrel. Der Landesligist besiegte im Finale den TuS Middels mit 6:2. Somit schafften die „Hallenkönige“ nach dem Gewinn der Kreismeisterschaft, des Aurich-Cups und des Timmeler Wintercups bei ihrem vierten Hallenauftritt den vierten Sieg.

Im Halbfinale setzte sich Middels (rechts Dirok Omar) nach Neunmeterschießen gegen Esens (Frank Til) durch. Foto: Doden/Emden
Im Halbfinale setzte sich Middels (rechts Dirok Omar) nach Neunmeterschießen gegen Esens (Frank Til) durch. Foto: Doden/Emden

Entsprechend zufrieden zeigte sich Firrels Coach Bernd Grotlüschen: „Meine Truppe hat eine überragende Hallensaison gespielt und man hat gesehen, mit welch großem Spaß alle bei jedem Turnier bei der Sache waren. Umso motivierter gehen wir nun die Vorbereitung auf die Rückserie der Landesliga.“

Watzema coachte buntes Germania-Team

Die Gruppe A war sehr ausgeglichen besetzt und vor den letzten beiden Partien konnte noch jeder der vier Mannschaften ins Halbfinale einziehen. Schließlich setzten sich aber mit den Bezirksligisten TuS Middels und SF Larrelt die beiden spielstärksten Mannschaften durch. Der VfL Germania Leer trat mit Trainer Arndt Watzema, der den derzeitigen Interims-Übungsleiter George Goguadze vertrat, mit einer gemischten Mannschaft aus A-Jugendspielern des JFV Leer, Kickers Leer/Germania II und den ersten Herren des VfL an. Das neu zusammengestellte Team zog sich achtbar aus der Affäre, musste jedoch mit drei Punkten ausscheiden. „Wichtiger als das heutige Abschneiden ist uns, dass alle beim Training der ersten Herren voll mitziehen und wir ohne Verletzungen durch die Vorbereitungszeit kommen“, so Watzema.

In der Gruppe B wurde Grün-Weiß Firrel seiner Favoritenrolle gerecht, musste allerdings im Spiel gegen den SV Großefehn lange Zeit einem Rückstand hinterherrennen. Erst Keeper Rene Carsten gelang es, mit einem fulminanten Fernschuss genau in den Winkel den 1:1-Ausgleich herzustellen. In den beiden anderen Gruppenspielen zeigten die Grün-Weißen ihre technische Überlegenheit und bezwangen die anderen Bezirksligisten TuS Esens (3:1) SV Wallinghausen (7:0). Der TuS Esens kam nach zwei überzeugenden Auftritten gegen den SV Großefehn und den SV Wallinghausen verdient auf Platz zwei.

So liefen die Halbfinals

Im Halbfinale kam es dann zum Aufeinandertreffen gegen den TuS Middels. In diesem temporeichen Spiel führte Middels lange Zeit durch ein Traumtor von Keeper Rasim Gyoksel mit 1:0, ehe 20 Sekunden vor Schluss Finn Rosenboom der verdiente Ausgleich gelang. Im anschließenden Neunmeter-Schießen hatten die Spieler vom TuS Middels mit 5:4 Toren das bessere Ende für sich.

Im Halbfinale ließ Firrel (rechts Lasse Härtel) beim 5:0 keine Chance. Foto: Doden/Emden
Im Halbfinale ließ Firrel (rechts Lasse Härtel) beim 5:0 keine Chance. Foto: Doden/Emden

Das zweite Halbfinale zwischen Firrel und Larrelt war eine klare Angelegenheit für den Landesligisten. Die Firreler zogen ihr sicheres Kombinationsspiel mit schnellen Pässen in die Tiefe auf und ehe sich die Larrelter versahen, lagen sie schon nach Treffern von Lukas Koch und Andre Lücht mit 0:2 zurück. Henning Röbke mit einem Doppelpack und erneut Andre Lücht sorgten mit ihren Treffern für den Einzug ins Finale des Landesligisten.

Middels gehen auch die Kräfte aus

Hier entwickelte sich zunächst ein offener Schlagabtausch, in dem der Bezirksligist durch Glen Sokoli in Führung ging. Kurz vor dem Ertönen der Halbzeitsirene gelang dem Landesligisten per Doppelschlag durch Lukas Koch und Henning Röbke die 2:1-Führung.

Da Middels das ganze Turnier mit nur einem Auswechselspieler bestreiten musste, kam in den zweiten zehn Minuten der vorhersehbare konditionelle Einbruch. Henning Röbke, der mit einer herrlichen Direktabnahme erfolgreich war, erhöhte auf 3:1. Michael Olbrys und zweimal Andre Lücht schraubten das Ergebnis auf 6:2. Zwischenzeitlich konnte erneut Glen Sokoli mit einem spektakulären Treffer aus spitzem Winkel für Middels verkürzen. Dieses war bereits sein achtes Turniertor.

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Sehr sicher und souverän leiteten die beiden Schiedsrichter Hanno Ulferts (SV Holtrop) und Matthias Münkewarf (VfR Heisfelde) sämtliche Partien. „Alle Mannschaften haben durch ihr sportliches Verhalten für eine angenehme Atmosphäre gesorgt und uns dadurch unsere Arbeit sehr erleichtert“, freute sich Matthias Münkewarf.