Schmitty Extreme tritt auf Gefeierter Ballermann-Sänger bei DSDS kommt nach Großefehn
Millionen Menschen feiern Schmitty Extreme für seinen Ballermann-Auftritt in der TV-Show DSDS. Nun will er die Charts stürmen – und kommt in einer Woche aufs Fehn.
Großefehn - Waren es nur vier Minuten Ruhm, oder war dies der Startschuss zu einer steilen Karriere als kommender Ballermann-Star? Am vorigen Sonnabend trat in der RTL-Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“ ein 21-Jähriger vor die vierköpfige Jury um Dieter Bohlen. Wie ein Michelin-Männchen in eine dicke Fleecejacke gestopft, sagte er: „Ick komme aus Berlin, heiße Schmitty Extreme und ick will jerne Ballermann-Sänger werden.“ Für seinen Auftritt hatte er ein auf Jurymitglied und Pop-Sängerin Leony getextetes Lied mitgebracht: Darin grölte er ihr zu stampfenden Schlagerbeats mit der Intonation und Inbrunst eines Vorsängers der Hertha-BSC-Ultras in der Ostkurve des Berliner Olympiastadions Verse zu, wie „Wie ein Model siehst Du aus. Du bist meine kleine Maus“ und „Leony, Du Zuckerschnute, heut‘ Nacht bist Du meine Stute“.
Was und warum
Darum geht es: Gehypter DSDS-Kandidat kommt nach Großefehn.
Vor allem interessant für: Fans von „Deutschland sucht den Superstar“ und alle, die gern zu Ballermann-Songs feiern
Deshalb berichten wir: Nachdem er mit seinem Ballermann-Song über Jurorin Leony in der TV-Show „Deutschland sucht den Superstar“ durchflog, gibt es großen medialen Rummel um den Kandidaten Schmitty Extreme. In Kürze tritt er in Deckers Disco auf. Den Autor erreichen Sie unter: o.cordsen@zgo.de
So gewiss dem Ausbildungssuchenden die kalkulierte Aufmerksamkeit war, so sehr die Besungene sich über den Song amüsierte: Schmitty Extreme, der eigentlich Sam Schmidt heißt, fiel durch. Alle vier Juroren sagten „Nein“ zum Weiterkommen, und Dieter Bohlen sagte: „Der Song ist besser als Deine Stimme. Singen ist nicht Deine Stärke.“ Und schickte nach, auf dem Ballermann könne der Song, der in der Tradition des kontroversen Nummer-1-Hits „Layla“ steht, funktionieren. „Aber hierein passt Du eben nicht, weil Deine Stimme nicht gut genug ist.“ Der Auftritt zeigte trotzdem Wirkung, der Clip dazu sorgte auf der Social-Media-Plattform Tiktok für Millionen Klicks und Ballermann-Star und Produzent Ikke Hüftgold sagte: „Wenn Deutschland diesen Superstar nicht will, nehme ich ihn mit auf den Ballermann.“ Und er bot Dieter Bohlen die Wette an, dass „Leony“ erfolgreicher wird als der kommende Gewinnersong der aktuellen Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“. Ikke Hüftgold hat diesen Song jetzt auch noch einmal mitproduziert, der seit Mitternacht bei der Musikplattform Spotify abrufbar ist. Zu den ersten, die den medial umwirbelten Ballermann-Aspiranten auf der Bühne erleben können, gehören in gut einer Woche die Besucher der Abi-Party, die Deckers Disco in Großefehn gemeinsam mit der KGS Wiesmoor veranstaltet.
„Den Hype kann man mitnehmen“
Betriebsleiter Hendrik Becker sagt: „Ich habe die Sendung abends beim Essen mit meiner Freundin geguckt, plötzlich taucht da dieser Typ in dicker Fleece-Jacke mit Sonnenbrille auf. Und als ich den Song hörte, dachte ich gleich: Das wird ein Ohrwurm, ähnlich wie ,Layla‘“. Becker findet „die ganze Geschichte auch witzig. Dass ein Ausbildungssuchender, der grad sonst offenbar nichts hat, in so eine Sendung geht, um da eine Ballermann-Nummer auf eine Sängerin in der Jury zu bringen – und dass der jetzt tatsächlich die Chance hat durchzustarten.“
Als klar war, dass Ikke Hüftgold alias Matthias Distel sich einmischt und der Auftritt viral ging, habe er sofort Adrian Lotz, den Chef von Summerfield Booking, kontaktiert. Das Unternehmen vermittelt die Künstler, die bei Hüftgolds Schwester-Plattenlabel Summerfield Records verlegt werden – wie jetzt auch Schmitty Extreme mit „Leony“. Nach kurzer Absprache, man kennt sich, gelang es Becker den 21-Jährigen für die Abi-Party zu buchen. „Das ist einfach ʼne witzige Aktion, und den Hype, der gerade entsteht, kann man ja durchaus mitnehmen“, sagt der Deckers-Betriebsleiter.
Betriebsleiter mit Chartstürmer-Spürnase
Hendrik Becker hatte auch bei „Layla“ frühzeitig eine Spürnase: DJ Robin, einer der zwei Interpreten des Nummer-1-Songs, hatte im vorigen Jahr seinen allerersten öffentlichen Auftritt mit dem Song überhaupt in Deckers Disco – kurz nachdem das Lied die Spitze der Charts erklommen hatte und bundesweit in den Medien auftauchte, weil Volksfest-Organisatoren verfügt hatten, dass er wegen frauenfeindlicher Textzeilen nicht gespielt werden sollte. „Mal sehen, vielleicht wird aus Schmitty Extreme ja tatsächlich ein richtiger Star. Dann gehören wir zu den ersten, die ihn auf der Bühne hatten. Und wenn nicht, wird das trotzdem eine witzige Aktion“, sagt Becker.
Tickets für die Abi-Party mit Schmitty Extreme am 11. Februar gibt es an der Abendkasse. Einlass ist ab 23 Uhr. Der Eintritt kostet acht Euro. Davon gehen je 1,50 Euro an die Jahrgangskasse der Abiturienten. Bei der Party außerdem dabei sind DJ One Ear, der ebenfalls zu den Summerfield-Künstlern gehört, und der in Ostfriesland bekannte DJ Chris Buhl.