Hannover Neuer Gesundheitsminister Philippi wird sich schnell beweisen müssen
Seine Vorgängerin Daniela Behrens hat die Messlatte hoch gehängt: Niedersachsens neuer Sozial- und Gesundheitsminister Andreas Philippi steht vor schweren Aufgaben.
Dass Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) einmal mehr jemanden aus der Bundespolitik nach Hannover geholt hat, um in seinem Kabinett eine Spitzenposition zu besetzen, wirft Fragen auf: Traute er die Führung des Sozial- und Gesundheitsministeriums niemandem aus seiner eigenen Landtagsfraktion zu oder wollte nur schlicht keiner?
Fest steht: Nach Vorgängerin Daniela Behrens, vor ihrer Rückkehr nach Hannover Abteilungsleiterin im Bundesfamilienministerium, wechselt auch ihr Nachfolger Andreas Philippi vom Bund ins Land. Der Mediziner und SPD-Politiker aus dem Wahlkreis Göttingen hatte erfolgreich für den Bundestag kandidiert, ist nun aber seit Mittwochmorgen Niedersachsens neuer Gesundheitsminister.
In dieser Funktion liegt eine Menge Arbeit vor dem neuen Behördenchef. Zwar ist Corona so gut wie kein Thema mehr, aber die Krankenhauslandschaft ist reformbedürftig, der Pflegebereich leidet unter einem gravierenden Fachkräftemangel und als eine der größten Herausforderungen der Zukunft dürfte die ärztliche Versorgung der Menschen auf dem Land gelten.
Als Chirurg ist Philippi schwierige Operationen gewohnt. Aber schafft er es auch, die Sozial- und Gesundheitspolitik in Niedersachsen zu heilen und zukunftsfähig aufzustellen? Als Nachfolger der erfolgreichen Corona-Managerin Daniela Behrens tritt Philippi kein leichtes Erbe an. Behrens hat die Messlatte hoch gehängt und Philippi wird in den kommenden Wochen, Monaten und Jahren zeigen müssen, ob er den an ihn gerichteten hohen Ansprüchen gerecht werden kann.