Zuwachs an Bevölkerung Großefehn hat erneut Einwohner hinzugewonnen
Der stetige Bevölkerungszuwachs in der Gemeinde Großefehn hält an. Auch im vergangenen Jahr hat sich die Zahl der Einwohner leicht erhöht.
Großefehn - Erwin Adams (parteilos), Bürgermeister der Gemeinde Großefehn, ist in diesem Jahr für 44 potenzielle Wähler mehr zuständig als noch vor einem Jahr. Um diese 44 ist die Einwohnerzahl der Gemeinde angestiegen. Im Rahmen eines Pressetermins hatte Adams‘ Stellvertreter Frank Cramer aktuelle Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung in der Gemeinde veröffentlicht.
Demnach entwickelt sich die Bevölkerung in Großefehn, ähnlich wie im benachbarten Wiesmoor, gegen den bundesweiten demografischen Trend und wächst weiter an. Genau sind es Stand Dezember 14.438 Einwohner. Von ihnen sind 7189 Männer und 7249 Frauen. „Das ist ein sehr ausgeglichenes Verhältnis, 49,9 zu 50,1 Prozent“, sagt Erwin Adams. „Das haben wir schon über Jahrzehnte in diesem Bereich.“
Zuzüge trotzen biologischem Trend
953 neue Bürger sind im vergangenen Jahr in die Gemeinde gezogen, das sind 183 mehr als im Vorjahr. Laut Adams bezogen die Neubürger vor allem privat erschlossene Bauplätze. „Da gab es ja einige Liegenschaften, die vorher nicht ganz so hübsch waren“, sagt er mit Blick etwa auf das Grundstück der früheren Diskothek „Scholzes Clubhaus“, auf dem vier Doppelhäuser entstanden sind. „Hinzu gekommen ist außerdem der zweite Bauabschnitt des Wohnparks Timmel von Pflegebutler, der im vergangenen Jahr ebenfalls bezogen wurde“, so Adams weiter. Insgesamt seien die Zuzüge aber noch im statistischen Trend.
Die Biologie hat den Aufwärtstrend der Bevölkerung eher leicht gebremst, denn mit 105 Geburten schlüpften zwölf Neu-Fehntjer weniger aus als im Vorjahr. Gleichzeitig starben mit 201 Fehntjern neun mehr als zwölf Monate zuvor. 89 Paare gaben sich im vergangenen Jahr nach Angaben des Standesamts in Großefehn das Jawort. Gegenüber 83 Eheschließungen im Vorjahr ist diese Zahl stabil. Einen deutlichen Anstieg, wie ihn Wiesmoor kürzlich verzeichnete, gibt es hier nicht.
Platz ist noch für ein paar mehr
„Für mich ist das ein Beweis, dass die Bevölkerung sich wohlfühlt und die Gemeinde zugleich auch nach außen hin attraktiv ist“, sagt Erwin Adams. „Man merkt das auch daran, wenn in einer Ferienhaussiedlung wie in Timmel Gäste dauerhaft bleiben. Luftkurortluft wie dort gibt es ja auch nicht überall in Ostfriesland.“ Generell geht Adams davon aus, dass der Aufwärtstrend anhalten wird, zumal in diesem Jahr größere Baugebiete wie Claaßens Land in Ostgroßefehn zur Vollendung vorgesehen sind, die für weitere Zuzüge sorgen würden. „Es können gern noch viel mehr werden“, sagt der Bürgermeister.
Die Infrastruktur sieht Adams für weitere Neu-Fehntjer gewappnet. „Bei den Kitaplätzen haben wir durch die Erweiterungen des vergangenen Jahres noch ein bisschen Luft für weitere Zuzüge“, sagt Adams. „Und mit steigenden Schülerzahlen arbeiten wir ja schon seit einigen Jahren. Da haben wir bei der Erweiterung der KGS ja noch einmal vorgesorgt.“
Dass Großefehn übrigens insgesamt knapp 300 Einwohner mehr hat als die Nachbarstadt Wiesmoor, ist für Adams kein besonderes Schmankerl. „Es gibt da keinen Wettstreit oder so etwas zwischen uns“, versichert er. „Wir liegen ja auch schon seit Jahren bei den Einwohnern relativ gleichauf. Da guckt jeder auf seine Kommune und freut sich gemeinsam mit dem Nachbarn über die positive Entwicklung.“