Osnabrück Beim Chatbot Chat GPT ist echte Intelligenz gefragt
Der neue Chatbot „Chat GPT“ der Firma OpenAI verfasst Texte, die wirken, als hätte sie ein Mensch geschrieben. Die damit verbundenen Chancen sind zweifellos enorm - die Risiken aber eben auch.
Künstliche Intelligenz (KI) polarisiert, es ist Trend- und Reizthema zugleich: Auf der einen Seite birgt es zweifellos enorme Chancen - aber eben auch nicht zu unterschätzende Risiken. So gibt es scheinbar nichts, was KI-Systeme wie der neue Textgenerator Chat GPT nicht können. Dieser generiert Texte jeder Art von erstaunlich hoher Qualität, zwar nicht fehlerfrei, aber originell.
Hausaufgaben oder Seminararbeiten machen derartig ausgefeilte Sprachmodelle damit auf Knopfdruck überflüssig. Kreativ schaffenden Menschen könnten sie ebenfalls irgendwann den Job kosten - vielleicht sogar bald Google ersetzen. Je nach Sichtweise kann man dies beeindruckend wie beängstigend finden.
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Dabei ist die Gefahr, dass das Internet von künstlich erzeugten Texten überflutet wird, schon jetzt real: Unternehmen beispielsweise setzen längst Chatbots im Dialog mit Kunden ein. Auch gibt es zunehmend von Chatbots erzeugte Texte als Posts in den sozialen Medien oder als Produktbewertungen in Onlineshops. Das Problem: Ein von KI generierter Text lässt sich oft nur schwer von Menschen geschriebenen Inhalten unterscheiden, die Gefahr von Fake News steigt damit ungemein. Zumal das, was die Systeme nicht wissen, erfinden sie.
Das ist bedenklich und für den Mensch beziehungsweise die Gesellschaft eine Herausforderung, denn sie muss immer mehr unterscheiden lernen: Was ist echt – und was kommt von einer KI?
In vielen Alltagsbereichen mögen also KI-Systemen wie Chat GPT äußerst hilfreich sein. Bloß ersetzen sie kaum die eigene Recherche und schon gar nicht den reflektierten Umgang mit Informationen. Dafür fehlt den Systemen schlicht (noch) die Intelligenz.