Neujahrsempfang in Emden Für den 14. Januar werden im Stadtgarten wieder Buden aufgebaut
Nach zwei Jahren soll am 14. Januar wieder der traditionelle Neujahrsempfang in Emden stattfinden. Das Format wird aber ein anderes sein als sonst.
Emden - Das war‘s: Bis auf eine Imbiss-Bude an der Großen Straße und den Glühweinstand des Van-Ameren-Bades ist der Emder Engelke-Markt komplett abgeräumt. Eigentlich hätten bis zum 14. Januar einige Stände stehen bleiben sollen, weil dann zum ersten Mal der offizielle Neujahrsempfang der Stadt im Stadtgarten ausgerichtet wird. Man habe sich aber für eine andere Lösung entschieden, sagte Schausteller Patrick Alberts gegenüber dieser Zeitung.
Seinen Angaben zufolge wird erst für den Empfang wieder ein größerer Ausschankbetrieb aufgebaut. Das Van-Ameren-Bad verkauft Glühwein. Der Imbissstand vor dem Otto Huus bleibt bis dahin stehen und ist weiterhin geöffnet. Auch Emdens Bratwurst-König Wolfram Jensen geht mit seinem Grillstand in die Verlängerung und darf noch länger in der Fußgängerzone Zwischen Beiden Sielen stehen.
Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) hatte sich dazu entschlossen, den traditionellen Neujahrsempfang erstmals unter freiem Himmel abzuhalten, weil die Nordseehalle im Januar nicht zur Verfügung steht. Das hatte Kruithoff bei der Eröffnung des Engelke-Marktes verkündet. .Weitere Details dazu sollen noch in den kommenden Tagen folgen.
Schon 2020 gab es einen neuen Empfang
Die größte Veranstaltungshalle Ostfrieslands wird bis auf Weiteres als Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine genutzt.
Nach zwei Corona-Jahren, in denen der Empfang nicht in Präsenz stattfinden konnte, hatte man sich deswegen nun für ein komplett anderes Format entschieden. Auch Verbände, Institutionen und Firmen sollen dort Gelegenheit bekommen, sich im Stadtgarten zu präsentieren. Sollte das Wetter nicht mitspielen, gibt es keinen alternativen Austragungsort. Laut Kruithoff wird am Donnerstag vor dem Neujahrsempfang über eine mögliche Absage entschieden, falls die Wetterprognosen sehr schlecht sind.
In der Vergangenheit waren in den ersten Januarwochen jedes Jahr Hunderte Gäste zusammengekommen. Zum Ritual des ehemaligen Oberbürgermeisters Bernd Bornemann (SPD) zählte es, in der Johannes-a-Lasco-Bibliothek allen Besuchern persönlich die Hand zu schütteln und mit ihnen ein paar persönliche Worte zu wechseln. Das Defilee zog sich über Stunden hin. Nach der Amtsübernahme von Kruithoff wurde die Veranstaltung erstmals im Januar 2020 in die Nordseehalle verlegt. 1500 Besucher kamen zu der neuen Variante, die als „Bürger-Markt“ ausgelegt war. Anstatt Amts- und Würdenträger feierlich an sich vorbeiziehen zu lassen, mischte sich der OB lieber „unters Volk“.