Einzelhandel  Gleich drei Neu-Eröffnungen im Emder Dollart Center

Mona Hanssen
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Von Mona Hanssen
| 02.01.2023 16:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Ende Februar soll laut Plakat das Mode-Unternehmen „Engbers“ seine neue Niederlassung im DOC eröffnen. Foto: F. Doden
Ende Februar soll laut Plakat das Mode-Unternehmen „Engbers“ seine neue Niederlassung im DOC eröffnen. Foto: F. Doden
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Gute Nachrichten für den Einzelhandel im Emder Dollart Center: Drei Geschäfte eröffnen im Frühjahr neu. Auch an der Neutorstraße passiert einiges.

Emden - Das Jahr geht für das Emder Dollart Center (DOC) gut los: Zum 1. Februar werden gleich drei Geschäftsräume an neue Mieter übergeben. Das bestätigt Centermanagerin Rita Phieler auf Nachfrage dieser Zeitung. Beim Weihnachtsbummel dürfte einigen bereits aufgefallen sein, dass Schaufenster von Leerständen mit entsprechenden Plakaten beklebt sind. Demnach wird die Optiker-Kette „Eyes and More“ eine Niederlassung eröffnen ebenso wie das Männermode-Unternehmen „Engbers“. Das bekräftigt auch Rita Phieler.

Was und warum

Darum geht es: die Entwicklung des Einzelhandels im Emder Dollart Center und an der Neutorstraße

Vor allem interessant für: Menschen, die gerne in Emden einkaufen gehen

Deshalb berichten wir: Uns waren im DOC die Plakate aufgefallen, die auf die Neu-Eröffnungen hinwiesen.

Die Autorin erreichen Sie unter: m.hanssen@zgo.de

Gute Nachrichten gibt es auch für die seit Oktober geschlossene ehemalige „dm“-Filiale im DOC. Weil das Drogerie-Unternehmen im September im Westcenter beim Combi-Markt eine neue Zweigstelle eröffnet hatte, wurde die Filiale im Einkaufszentrum aufgegeben. Laut Rita Phieler wird das Kaufhaus „Woolworth“ in die Geschäftsräume einziehen, die ebenfalls zum 1. Februar übergeben werden. Zum Sortiment zählen Dekorations- und Haushaltsartikel, Elektro-, Drogerie- und Geschenkartikel sowie Bekleidung - meist zu einem geringeren Preis. In Ostfriesland gibt es bereits mehrere Filialen, unter anderem in Leer, Aurich und Norden. Deutschlandweit sind es gut 480 Zweigstellen, heißt es vom Unternehmen. „Die Eröffnungstermine aller drei Mieter liegen noch nicht vor“, erklärt die Centermanagerin Rita Phieler. In der Regel dauere es etwa vier bis sechs Wochen nach Schlüsselübergabe bis zur Eröffnung, „manche Ladenbaukonzepte werden auch schneller fertig gestellt“, sagt sie.

Noch steht die ehemalige "dm"-Filiale im DOC leer. Dort aber soll ab Februar ein neuer Mieter einziehen. Foto: F. Doden
Noch steht die ehemalige "dm"-Filiale im DOC leer. Dort aber soll ab Februar ein neuer Mieter einziehen. Foto: F. Doden

Was ist mit „Engbers“ in der Innenstadt?

Während es die Optiker-Kette „Eyes and More“ bislang noch nicht in Emden gab, sondern etwa in Leer, befindet sich in der Innenstadt bereits eine „Engbers“-Niederlassung. Und das schon seit etwa 50 Jahren in bester Lage direkt neben dem alten Rathaus an der Neutorstraße. Auf Nachfrage bei der Pressestelle des Unternehmens, ob dort nun eine Schließung droht, blieb die Antwort an diesem Montag noch aus. Allerdings: Eine langjährige Mitarbeiterin vor Ort bestätigt gegenüber dieser Zeitung, dass ihres Wissens die Innenstadt-Zweigstelle auf jeden Fall erhalten bleibt. Ihnen gegenüber sei nichts anders mitgeteilt worden.

Seit rund 50 Jahren gibt es die "Engbers"-Filiale an der Neutorstraße. Foto: Hanssen
Seit rund 50 Jahren gibt es die "Engbers"-Filiale an der Neutorstraße. Foto: Hanssen

Außerdem habe es über Jahre schon zwei Filialen gleichzeitig in Emden gegeben. Bis vor etwa sechs Jahren habe sich der Ableger in der Fußgängerzone Zwischen beiden Sielen befunden. Jetzt sei es also keine wirkliche Expansion, sondern eine Rückkehr zum alten Angebot. Das Traditionshaus an der Neutorstraße ist eins der größten Männermoden-Geschäfte in Emden. Insgesamt gibt es laut Unternehmen mehr als 300 Filialen in Deutschland und Österreich. „Kontinuierliches Wachstum in einem rezessiven Markt“ bezeichnet die Firma als eine ihrer Philosophien.

Die Optiker-Kette "Eyes and More" ist bislang noch nicht in Emden vertreten, zieht bald aber ins DOC. Foto: F. Doden
Die Optiker-Kette "Eyes and More" ist bislang noch nicht in Emden vertreten, zieht bald aber ins DOC. Foto: F. Doden

Viel Bewegung an der Neutorstraße

An der Neutorstraße ist demnach erst einmal keine weitere große Schließung zu erwarten. Im Gegenteil: Nicht nur die Neutor-Arkaden bringen frischen Wind in den Einzelhandel, auch die ehemalige C&A-Filiale wird voraussichtlich Mitte Februar neu belebt. Dort wollen die Emder Kaufleute Wilko und Bernd Gröttrup ihre Mode-Geschäfte „Lieblingsstück“ und „Kings & Queens“ zusammenlegen. In beiden Läden ist der Schlussverkauf bereits in den letzten Zügen.

Glaubt man den Gerüchten, die aus gut informierten Kreisen bestätigt werden, ist die Lücke, die der Auszug der „Lieblingsstück“-Filiale beim Grand Café hinterlässt, perspektivisch bereits wieder gefüllt. Demnach zieht die Buchhandlung Thalia dorthin, die bislang schräg gegenüber von „Kings & Queens“ in der Fußgängerzone Zwischen beiden Sielen ist. Was bei „Kings & Queens“ direkt neben dem Combi-City-Markt an der Neutorstaße einziehen könnte, ist aber noch offen.

Gute Entwicklung im DOC

Im Dollart Center, das erst seit April von Rita Phieler geleitet wird, gibt es nach den Neu-Eröffnungen voraussichtlich keinen Leerstand mehr. Im vergangenen Jahr hatte es außer der Schließung der „dm“-Filiale noch einen anderen Wechsel gegeben: Die Modekette „New Yorker“ schloss, dafür zog das Einrichtungs- und Dekorations-Unternehmen „Depot“ ein. Auch die „Colloseum“-Filiale wurde geschlossen. Rita Phieler hatte im Gespräch mit dieser Zeitung erklärt, dass sie ins größte Einkaufszentrum in der Region durch ein Rahmenprogramm mehr Besucher locken möchte.

Unter anderem eine Ausstellung zum Thema Wasser und von Kostümen sowie Autos aus den „James Bond“-Filmen gab es bereits. Auch ein Autokino hatte auf dem DOC-Parkplatz stattgefunden. Mit Tischfußball-Stationen und mehr Sitzmöglichkeiten wird mehr Aufenthaltsqualität auf der Einkaufsmeile geschaffen. „Unsere Frequenz- und Umsatzzahlen sind in etwa wieder so, wie vor zwei Jahren“, sagte Phieler bereits im vergangenen August. Die Schwierigkeiten des Einzelhandels aufgrund der Pandemie seien im DOC nicht mehr zu spüren.

Das vor 20 Jahren errichtete Center soll indes Stück für Stück energetisch saniert werden. Auf rund 25.000 Quadratmetern gibt es rund 40 Geschäfte - unter anderem von der Modekette „H&M“, dem Möbelunternehmen „Jysk“ (ehemals Dänisches Bettenlager) und den großen „Multi“-Supermarkt.

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