Leeraner Kreismeisterschaft  GW Firrel krönt sich erneut zum Hallenkönig

| | 30.12.2022 23:09 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Firrels André Lücht reckte den Siegerpokal vor seinen Mitspielern in die Höhe. Doch Offensivmann Manuel Suda (oben rechts) wollte offenbar nicht dabei sein.Fotos: Doden, Emden
Firrels André Lücht reckte den Siegerpokal vor seinen Mitspielern in die Höhe. Doch Offensivmann Manuel Suda (oben rechts) wollte offenbar nicht dabei sein.Fotos: Doden, Emden
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Der Fußball-Landesligist setzte drei Torhüter ein und gewann das Finale mit 5:2 gegen Bunde. Eine unschöne Szene sollte das Turnier beenden.

Hesel - Im Halbfinale gezittert, im Endspiel souverän: GW Firrel hat seinen Titel bei den Leeraner Futsal-Hallenkreismeisterschaften am späten Freitagabend erfolgreich verteidigt. Mit 5:2 gewann der Landesligist im Endspiel in der Heseler Sporthalle gegen Bezirksligist TV Bunde und sicherte sich damit den Siegerpokal sowie ein Preisgeld in Höhe von 700 Euro. Im im Achtmeterschießen ausgetragenen Spiel um Platz drei besiegte TuRa Westrhauderfehn den Bezirksliga-Klassengefährten Germania Leer. „Wir haben unsere Aufgabe als Favorit gut gemacht“, sagt Firrels Spieler Henning Röbke. „Im Halbfinale hätten wir das aber souveräner lösen müssen.“ Dieses gewann Firrel erst im Achtmeterschießen gegen TuRa.

„Nach einem holprigen Start ins Turnier haben wir gegen Firrel eine beeindruckende Leistung gezeigt“, sagte Westrhauderfehns Fußballobmann Christian Schulte. Auch Bundes Trainer Matthias Schmidt war trotz des verlorenen Endspiels recht zufrieden: „Wir haben ein gutes Turnier und ein gutes Finale gespielt. Das 5:2 ist am Ende ein etwas zu hohes Ergebnis.“

Westrhauderfehns Arlind Jonjic (rechts) musste im Halbfinale zweimal zum Achtmeter antreten – und scheiterte einmal.
Westrhauderfehns Arlind Jonjic (rechts) musste im Halbfinale zweimal zum Achtmeter antreten – und scheiterte einmal.

Zwischenrunde

Weil sich die Teams und auch schon massig Zuschauer zeitig eingefunden hatten, wurde das erste Spiel sogar drei Minuten vor dem eigentlichen Beginn um 17 Uhr angepfiffen. Turnierfavorit und Titelverteidiger Firrel setzte im Derby gegen den SV Neufirrel mit 6:2 durch. Auch die weiteren Gruppenspiele konnte der Landesligist souverän für sich entscheiden, sodass er sich als Erster für das Halbfinale qualifizierte. Der Zweitplatzierte der Gruppe A, der SV Nortmoor, verpasste dieses nur sehr knapp. Der A-Klassist hatte wie Bezirksligist Germania Leer (Zweiter der Gruppe B) sechs Punkte, aber mit 7:7 gegenüber 8:6 das schlechtere Torverhältnis. Somit zog Leer neben den Gruppenersten Firrel, TV Bunde und TuRa Westrhauderfehn als bester Zweiter ins Halbfinale ein.

Die rund 200 Zuschauer sahen in jeder Zwischenrunden-Partie mindestens zwei Treffer. Das torreichste Spiel war das Bezirksliga-Duell in der Gruppe B zwischen Bunde und Leer (4:5). Die Germania startete furios, lag nach wenigen Minuten mit 3:0 vorne. Doch dann glich Bunde nach Toren von Eike Schmidt (2x) und Steffen Buse aus, ehe die Leeraner zweimal trafen. Eike Schmidt verkürzte erneut und hatte sogar noch die Möglichkeit auf sein viertes Tor in diesem Spiel und das 5:5, scheiterte aber an Tobias-Maik Wilms im Germania-Tor. Mit Finn Lahmer vom TSV Ostrhauderfehn durfte in der Zwischenrunde auch ein Keeper einen eigenen Treffer bejubeln. Der 18-Jährige traf aus der Distanz in der letzten Minute gegen Weener zum 1:1. „Ich habe einen guten Schuss und dachte mir, ich probiere es einfach mal, wenn meine Vorderleute den Ball nicht reinbekommen. Leider haben wir noch das 1:2 kassiert“, sagte Finn Lahmer.

Kurz vor Finalende sah Firrels Lukas Koch noch die Rote Karte. Er hatte nach einer Schiri-Entscheidung höhnisch geklatscht.
Kurz vor Finalende sah Firrels Lukas Koch noch die Rote Karte. Er hatte nach einer Schiri-Entscheidung höhnisch geklatscht.

Halbfinalspiele

Im ersten Halbfinale kam es zur Neuauflage des Zwischenrundenspiels zwischen Bunde und Leer – und auch diesmal sollten viele Tore fallen. Diesmal legte Bunde aber früh vor, führte 2:0 nach zwei Minuten und 3:1 nach fünf Minuten. Letztendlich gewannen die Rheiderländer mit 4:2.

Im zweiten Semifinale musste das Achtmeterschießen entscheiden, nachdem sich Firrel und Westrhauderfehn torlos getrennt hatten. Neunmal in Folge taten es die TuRaner den Firrelern gleich: Traf der Firreler, so traf auch der TuRaner oder beide scheiterten. Als Firrels Steef Borgmann das 6:5 markierte, Westrhauderfehns Arlind Jonjic, der zum zweiten Mal antreten musste, dann aber an Nikolai Schöneich scheiterte, stand Firrel im Finale. Schöneich war Firrels Torwart Nummer drei an diesem Tag. Im ersten Spiel stand Pascal de Buhr im Tor, der sich jedoch eine leichte Zerrung zuzog. Danach ging René Carstens ins Tor und Schöneich wurde auf dem Spielberichtsbogen nachgetragen.

Endspiele

Das „kleine“ Finale um den dritten Platz wurde direkt im Achtmeterschießen ausgetragen. Westrhauderfehn gewann mit 5:4 gegen Germania Leer.

Danach folgte der Höhepunkt: das Finale. Die Spielzeit wurde von zwölf auf 15 Minuten erhöht. Nik Oeltjen-Bruns brachte Firrel in der fünften Minute mit 1:0 in Führung. Dann zog der Landesligist auf 4:0 davon. Am Ende gewann er mit 5:2, Steef Borgmann erzielte drei Treffer. Kurz vor Spielende wurde es noch einmal unschön. Firrels Lukas Koch sah erst eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe, klatschte dann höhnisch Beifall und sah Rot. Das war dann aber recht schnell wieder vergessen, weil die Firreler die Titelverteidigung feiern konnten.

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