Wünsch dir was Wenn Träume zu Schlagzeilen werden
Die Redaktion hat sich Überschriften überlegt, die sie sich im neuen Jahr wünscht. Und wenn es nach den Redaktionsmitgliedern ginge, sähe der Landkreis Leer bald ganz anders aus.
Landkreis Leer - Egal, welche Zeitung oder Zeitschrift man aufschlägt oder welchen Fernseh-oder Radio-Sender man einschaltet: Es führte in den vergangenen Tagen kaum ein Weg vorbei an einem Jahresrückblick. Und seien wir ehrlich: Die Themen von 2022 waren oft nicht besonders schön: Corona, Ukraine-Krieg, Energie-Krise, Preisexplosionen in allen Bereichen oder der Tod der Queen und jetzt auch noch von Fußball-Idol Pelé – die Liste der schlechten Nachrichten ist lang.
Unsere Redaktion will aber nicht nur zurück schauen, sondern auch den Blick nach vorne wagen. Es gibt im Landkreis Leer viele Themen, die die Bürger in den letzten zwölf Monaten – und oft schon deutlich länger – beschäftigt haben und die wohl noch weiter für einigen Gesprächsstoff sorgen werden. Wir haben uns mal Gedanken gemacht, wie die Schlagzeilen dazu im kommenden Jahr lauten könnten. Und weil wir mit viel Optimismus ins Jahr 2023 starten wollen, sind wir natürlich immer vom Besten ausgegangen.
Okay, in einigen Fällen ist vielleicht die Fantasie mit uns durchgegangen. Und so sollte die ein oder andere Überschrift mit einem Augenzwinkern gelesen werden. Wir sind sehr gespannt, ob wir mit unseren teils gewagten Vorhersagen trotzdem im ein oder anderen Fall richtig liegen werden. Eines ist aber jetzt schon sicher: Das neue Jahr wird uns wieder viele neue schöne, witzige, ärgerliche oder traurige Geschichten bringen, die uns dann bestimmt beim nächsten Jahresrückblick und beim Ausblick auf 2024 wieder begegnen werden.
Lösung für das Synagogen-Grundstück in Leer gefunden
Alle Beteiligten loben den gefundenen Kompromiss – Wohnen, Gewerbe und Gedenken
Leer - Seit Jahren ist das ehemalige Synagogengrundstück eine Baubrache. Ebenfalls seit Jahren wird nach einer Lösung gesucht, die die Interessen der Grundstücksbesitzer, der Stadt und derer, die an die einstige Synagoge erinnern wollen, unter einen Hut bringen. Lange sind keine Informationen mehr über den Stand der Dinge nach draußen gedrungen – womöglich ist das der Ausdruck für eine vertrauensvolle Gesprächskultur hinter den Kulissen. Dann könnte 2023 das Jahr für eine richtig gute Nachricht sein. Katja Mielcarek
Gourmettempel kommt nach Moormerland
Nach dem Neubau soll das alte Rathaus ein Restaurant werden
Moormerland - Das Beton-Gebäude wird doch nicht abgerissen: Stattdessen sollen dort kulinarische Feinheiten auf drei Ebenen angeboten werden. Als Betreiber hat sich eine Genossenschaft gegründet. Das wäre doch was: Mitten im Zentrum von Warsingsfehn gründen Moormerländer in Eigeninitiative ein Großrestaurant. Beim Café Klönsnack funktioniert das doch auch! Statt „Ratskeller“ gäbe es „Altes Rathaus“, das klingt selbst ohne Fachwerk-Altstadt ehrwürdig. In dem Betonklotz hätten locker drei verschiedene Angebote Platz, wie moderne Küche, vegane Speisen oder ostfriesische Spezialitäten. Es könnte sogar noch ein Verkauf von regionalen Produkten dazukommen. Leider ist das wohl zu schön, um wahr zu werden. Karin Lüppen
Nach Stuttgart 21 nun Leer 31
Eisenbahntunnel unter Bremer Straße
Leer - Das stundenlange Warten am Bahnübergang in der Bremer Straße nervt viele Menschen. Ein Eisenbahntunnel wäre die Lösung: Die Straße bliebe für Radfahrer und Autos frei und die Züge könnten ebenfalls problemlos passieren. Wenn man allerdings bedenkt, wie lange es gedauert hat, nur einen Fußgängertunnel zu bauen, habe ich für einen Eisenbahntunnel in diesem Bereich wenig Hoffnung. Vielleicht werden aber die Schließ- und Öffnungszeiten in 2023 ein bisschen verkehrsfreundlicher. Nikola Nording
Fischotter erstmals gesichtet
Tier im Holter Hammrich heimisch – Naturschützer freuen sich
Viele teils seltene Vögel sind dort schon zu sehen. Ein Wunsch war damals schon, dass auch Fischotter wieder heimisch werden. Es wäre schön, wenn es in diesem Jahr dann so weit ist. Jonas Bothe
Köhlbrandbrücke kommt nach Hesel
Hamburg schenkt der Samtgemeinde Hesel seine Brücke Hesel - In Hamburg hat die Köhlbrandbrücke ausgedient, nun kommt sie nach Hesel. Das wäre doch eine gute Schlagzeile: Wie Hamburgs Oberbürgermeister Peter Tschentscher und der Heseler Samtgemeindebürgermeister Uwe Themann (beide SPD) auf einer gemeinsamen Pressekonferenz erklärten, erhielt Hesel aufgrund der oftmals angespannten Verkehrslage den Zuschlag. Das wäre doch etwas, wenn der Hamburger Bürgermeister erklären würde: „Ich hörte von den Rückstaus, die es auf der Heseler Ortsdurchfahrt häufig gibt.“ Ein Traum, wenn die Idee umzusetzen wäre. Immerhin wäre es eine nachhaltige Lösung. Auch für die Leeraner und die Auricher wäre die 3,6 Kilometer lange Brücke über Hesel ein Vorteil. Die Fahrzeit zwischen beiden Städten dürfte sich um etwa sieben Minuten verkürzen. Tobias Rümmele
Freie Fahrt über die Ems
Friesenbrücke in Weener wird früher fertig
Weener - Im Dezember 2015 wurde die Friesenbrücke in Weener durch ein Frachtschiff gerammt und zerstört. Die schnelle Verbindung zwischen dem Rheiderland und Westoverledingen wird von vielen Fahrradfahrern, vor allem aber von Bahnreisenden schmerzlich vermisst. Wie herrlich wäre es, wenn die Brücke schon nächstes Jahr fertig wäre? Doch wir müssen uns wohl noch mindestens bis Ende 2024 gedulden. Doch dann kann sich Weener mit einer Superlative schmücken: mit der größten Hub-Dreh-Brücke Europas. Tatjana Gettkowski
Ganzjähriger Badespaß: Friesenbad wird überdacht
Freibad lockt Tausende an – Ein Dach könnte das Vergnügen im Rheiderland noch steigern
Weener - Das Friesenbad in Weener lockt jedes Jahr Tausende an. Badegäste kommen nicht nur aus dem Rheiderland, sondern aus vielen Orten des Landkreises und sogar aus den benachbarten Niederlanden. Dank Fernwärme der Papierfabrik Klingele dauert die Freibadsaison in Weener fast ein halbes Jahr. Wär doch toll, wenn man auch im Winter auf den Badespaß nicht verzichten müssten. Vielleicht sollte man die Schnaps-Idee aus vergangenen Jahren, das Friesenbad zu überdachen, tatsächlich aufgreifen. Tatjana Gettkowski