Leeraner Kreismeisterschaft  TuRa entgeht dem Aus in letzter Sekunde – Firrel souverän

| | 28.12.2022 22:35 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
GW Firrel kam souverän weiter, obwohl Torjäger Manuel Suda nicht seinen besten Tag erwischte. Hier scheitert er an Mathes Siebrands im Tor von TuRa II. Fotos: Damm
GW Firrel kam souverän weiter, obwohl Torjäger Manuel Suda nicht seinen besten Tag erwischte. Hier scheitert er an Mathes Siebrands im Tor von TuRa II. Fotos: Damm
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Mitfavorit Westrhauderfehn entriss am Mittwoch Veenhusen doch noch das Weiterkommen. Bei Firrel übertrumpften die Neuzugänge Torjäger Manuel Suda, A-Klassisten überraschten.

Hesel - Schon vor Turnierbeginn winkte Manuel Suda ab, als er in der Heseler Sporthalle auf seine Torausbeute bei den vergangenen Leeraner Fußball-Hallenkreismeisterschaften angesprochen wurde. „26 Tore? Puh, das wird diesmal wohl nichts“, sagte der 25-Jährige. Dass der Spielmacher von GW Firrel am Mittwochabend in den drei Vorrundenspielen aber nur zweimal treffen sollte, dachte der 26-Tore-Mann der Kreismeisterschaften von 2020 aber sicher auch nicht. Dennoch marschierte der Titelverteidiger souverän mit drei Siegen und 15:1 Toren durch die Vorrunde. Mit sechs Punkten qualifizierte sich etwas überraschend auch BW Filsum in der Gruppe 3 für die Zwischenrunde.

Richtig spannend und dramatisch wurde es in der im Anschluss ausgetragenen Gruppe 4. Nur weil Jonte Marks TuRa Westrhauderfehn im letzten Spiel drei Sekunden vor Ablauf der Zeit zum 3:2-Sieg gegen A-Klassist Veenhusen schoss, kam der Mitfavorit weiter. Veenhusen fiel auf den undankbaren dritten Gruppenplatz zurück. TuRa ist mit 12:8 Toren und sieben Punkten sogar Gruppensieger geworden. Punktleich mit 10:8 Toren zieht mit dem SV Neufirrel ein weiterer A-Klassist in die Zwischenrunde ein. Diese wird am Freitag ebenso wie die Endrunde ausgetragen. An diesem Donnerstag ermitteln die Gruppen 5 und 6 die letzten Zwischenrunden-Teilnehmer.

Gruppe 3

Der Turniertag startete mit vielen vergebenen Großchancen. So endete die erste Partie zwischen Westrhauderfehn II und Concordia Ihrhove torlos – am Vortag hatte es nicht ein einziges 0:0 gegeben. Danach spielte Landesligist Firrel seine Klasse ohne Mühe aus, gewann gegen Filsum (4:0) und TuRa II (5:0). Erst im vierten Spiel des Tages traf mit dem Filsumer Tony van der Harg beim 1:0 gegen Ihrhove der erste Nicht-Firrel-Spieler. Beim 1:6 gegen GW sollte Ihrhove durch Tammo Oldigs immerhin der Turnier-Ehrentreffer gelingen. Statt dem souveränen Tabellenführer der A-Klasse, Staffel I, und dem Ostfrieslandligisten TuRa II durfte Ihrhoves ärgster Ligaverfolger, BW Filsum, das Weiterkommen bejubeln. „Nach schwierigem Turnierstart hat sich meine Mannschaft gesteigert. Sie hat nicht aufgegeben, die Chance aufs Weiterkommen gesehen und sie genutzt“, sagte ein zufriedener Filsum-Coach Afinus Dekkinga.

Für die Firreler war der Einzug in die Zwischenrunde Pflicht und nur ein Etappenziel auf dem Weg zur angepeilten Titelverteidigung, wie Trainer Bernd Grotlüschen vor dem Turnier betonte. Überraschender war da eher die Verteilung der 15 erzielten Treffer. Während dem besten Firrel-Ligatorschützen, Steef Borgmann, nicht ein Treffer vergönnt war und auch Manuel Suda nur zwei Treffer – dafür besonders schöne – gelangen, bewiesen Sommer-Neuzugänge ihre Torgefahr. Michael Olbrys, Henning Röbke und Nik Oeltjen-Bruns waren mit drei Treffern die besten Schützen. Für Letzteren waren es die ersten Tore im Firrel-Dress. Der 19-Jährige gehört seit Sommer zum Firreler Team, durfte bislang aber noch nicht spielen, weil ihn sein Ex-Klub FSV Westerstede nach Firrel-Angaben beim Wechsel sperren ließ.

Gruppe 4

An Drama war diese Gruppe nicht zu überbieten. Schon im Auftaktspiel offenbarte Bezirksligist Westrhauderfehn gegen Ihren Schwächen, kam nach einem 0:2 immerhin noch zu einem 2:2. „Als Underdog haben wir eine super Leistung gezeigt. Ich bin wirklich zufrieden“, sagte Ihrens Coach Dominik Mennenga nach dem Turnier, obwohl seine Mannschaft am Ende mit drei Punkten nach drei Remis Letzter wurde.

Alle anderen vier Mannschaften konnten sich vor den letzten beiden Partien des Tages noch für die Zwischenrunde qualifizieren. Als erstes Team der Gruppe sicherte sich Neufirrel mit einem 3:1-Sieg gegen Ostfrieslandligist Frisia Loga das Weiterkommen. Im abschließenden Spiel hätte Veenhusen ein Remis gereicht. TuRa musste gewinnen, lag bis drei Minuten vor Schluss aber mit 1:2 hinten. Doch dann drehten Arlind Jonjic und Jonte Marks noch die Partie. Erleichtert, aber unzufrieden war Westrhauderfehns Trainer. „Wir haben es unnötig spannend gemacht und zu viele Chancen vergeben“, sagte Erhan Colak. „In der Zwischenrunde müssen wir uns gewaltig steigern.“

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