Kolumne „Intern“ 2023 – es kann nur besser werden, oder?
Noch zwei Tage, dann endet 2022. Zum Glück. Ein Jahr, in dem sich die Welt, unsere Welt in einer Weise verändert hat, die kaum jemand für möglich hielt. Auch für unseren Verlag.
Nach zwei wirtschaftlich schwierigen Corona-Jahren hofften wir auf Entlastung durch das Abebben der Pandemie, und dann kam der russische Überfall auf die Ukraine.
Ein Trauma für den gesamten Kontinent, ein Trauma mit wirtschaftlich schlimmeren Folgen als die Pandemie: Inflation, Energiepreis-Rallye und bei vielen Bürgern große Verunsicherung darüber, in welche Richtung sich unser Wohlstand entwickelt. Je weniger Geld zur Verfügung steht, umso dringlicher ist natürlich die Frage danach, was verzichtbar wäre. Dass das bei vielen Bürgern auch die Tageszeitung sein kann, wenn es um warmes Essen und eine warme Wohnung gehen, ist ja klar.
Wir haben auf die steigenden Kosten für die gedruckte Zeitung - Papier- und Energiekosten sowie Lohnsteigerungen bei der Zustellung treffen uns ja unmittelbar - eine Lösung gefunden: das E-Paper, die elektronische Zeitung, die man auf dem PC, dem Laptop, dem Tablet und sogar auf dem Smartphone lesen kann. Das E-Paper kostet viel weniger als die Zeitung, die früher auf fast jedem Frühstückstisch zu finden war und heute ein Luxusprodukt ist. Gut ein Drittel unserer Abonnenten ist schon umgestiegen. Diese Entwicklung setzt sich 2023 fort, so unsere Hoffnung.
Unser anderes Produkt ist das Plus-Abo, der Zugang zu kostenpflichtigen Artikeln auf Webseite und App. Von 6 Uhr morgens bis 23 Uhr abends die neuesten Nachrichten, sieben Tage die Woche. Ein komplett anderes Produkt als Zeitung und E-Paper. Jeder Artikel steht für sich selber, muss so interessant sein, dass Nichtabonnenten das Bedürfnis haben, ihn lesen zu müssen. Ein hoher Anspruch, einer, den wir an vielen Stellen noch nicht erfüllen (können). Denn so ein Umbruch braucht Zeit. Und Zeitung und Webseite parallel zu bespielen, ist kompliziert. Wir hoffen, dass wir uns 2023 weiterentwickeln werden.
Journalisten-Preise für die Redaktion - aber wofür?
Hunnert!
Online ist für uns die Webseite und nicht unser E-Paper
Die Reichweite im Internet steigt weiter