Osnabrück Bus und Bahn wird noch teurer: Wo bleibt endlich das 49-Euro-Ticket?
Bus- und Bahnfahrten werden vielerorts noch teurer. Wen will man damit eigentlich noch dazu bewegen, das Auto häufiger stehenzulassen? Das 49-Euro-Ticket wird immer dringender.
Wen will man eigentlich in Deutschland noch dazu bewegen, das Auto häufiger stehenzulassen und stattdessen mehr Bus- und Bahn zu fahren, wenn die ohnehin teuren ÖPNV-Preise immer weiter steigen?
Fast jeglicher Kosten-Nutzen-Vergleich ist hier eindeutig: Gerade für Gelegenheitsfahrer ist in vielen Fällen das Auto nervenschonender, verlässlicher, mitunter sogar noch günstiger und oftmals auch die einzige Alternative. Wäre da nicht der Klimawandel - das einzig schlagende Argument für den ÖPNV.
Keine Frage, auch Verkehrsverbünde sind Unternehmen, die rentabel wirtschaften müssen. Dass sie die gestiegenen Energiekosten daher an die Fahrgäste weitergeben, ist naheliegend.
Auch vor dem Hintergrund des geplanten 49-Euro-Ticket macht die Preiserhöhung betriebswirtschaftlich Sinn. Schließlich erhalten die Unternehmen von Bund und Ländern einen milliardenschweren Ausgleich für die wegfallenden Einnahmen - die Zusatzkosten für teure Energie und Personal sind darin allerdings nicht enthalten.
Für den Verbraucher wird es damit aber immer dringender, dass das 49-Euro-Ticket nun endlich bald kommt. Nicht nur, weil sie sich mit dem deutschlandweit gültigen, digitalen ÖPNV-Ticket ein Studium komplizierter Tarifstrukturen sparen. Vor allem finanziell wäre es für viele eine Entlastung.
Der Haken: Der einst in Aussicht gestellte Starttermin im Januar ist längst gestrichen. Vielleicht kommt das 49-Euro-Ticket im April, vielleicht auch erst im Mai. Wer weiß das schon. Hauptsache, es wird nicht gänzlich zum Rohrkrepierer. Oder glauben Sie, dass die Verbünde ihre Fahrpreise bald wieder senken werden?