Schnee und Eis in Leer  So kann man dem Winterdienst die Arbeit leichter machen

Michael Kierstein
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Von Michael Kierstein
| 21.12.2022 07:56 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Im vergangenen Winter hatten die Stadtwerke deutlich mehr Einsätze als in diesem Jahr. Foto: Stadtwerke/Archiv
Im vergangenen Winter hatten die Stadtwerke deutlich mehr Einsätze als in diesem Jahr. Foto: Stadtwerke/Archiv
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Die erste Frostperiode in Leer ist vorbei. Erst am Montag wurde vor Glätte gewarnt und die Schulen fielen aus. Eigentlich Hochbetrieb für den Winterdienst.

Leer - Die erste richtig kalte Phase in Leer ist vorüber. Die Temperaturen steigen wieder leicht an und nun werden sie sichtbar: Salzspuren an den Autos. Das liegt daran, dass der Winterdienst der Stadtwerke fleißig war. Diese sind in Leer nur für die städtischen Straßen zuständig – nicht für die Bundes- und Landesstraßen. Dafür ist die Straßenmeisterei zuständig

Was und warum

Darum geht es: Der Winterdienst in Leer kam bisher sehr gut durch die kalte Jahreszeit.

Vor allem interessant für: Alle, die auf den Straßen Leers unterwegs sind

Deshalb berichten wir: Nach der ersten harten Frostperiode wollten wir wissen, wie der Winterdienst aufgestellt ist.

Den Autor erreichen Sie unter: m.kierstein@zgo.de

„So wie der Winter bislang verlaufen ist, gab es keine Probleme. Die ersten Einsätze – bislang waren es seit Anfang November sieben an der Zahl – verliefen allesamt reibungslos“, sagt Stadtwerke-Sprecher Edgar Behrendt. Zum Vergleich: Im gesamten Winter 2020/21 hatten die Stadtwerke 39 Einsätze.

Hilfe gern gesehen

Ein neuer Wintereinbruch ist absolut möglich. Und dann sind die Stadtwerke-Fahrer wieder auf der Piste. Hilfe ist dabei immer gern gesehen. Aber niemand muss zur Schaufel oder zum Salzsack greifen. Es helfen schon Kleinigkeiten: „Uns ist immer sehr geholfen, wenn zwischen den geparkten Autos ausreichend Platz zum Durchfahren für unsere Einsatzfahrzeuge ist“, so Behrendt.

Wenn viel Schnee fällt, sind die Stadtwerke in Leer im Einsatz. Foto: Stadtwerke/Archiv
Wenn viel Schnee fällt, sind die Stadtwerke in Leer im Einsatz. Foto: Stadtwerke/Archiv

So können die Straßen dann besser bearbeitet werden und alle kommen gesund zur Arbeit und wieder nach Hause. Das trockene Wetter während der Frostperiode hat den Stadtwerken auch geholfen. „Wir konnten viel mit Feuchtsalz arbeiten, da wir nur sehr wenig Niederschlag hatten. Sole wirkt sehr lange nach. Dementsprechend sparsam konnten wir das Streusalz dosieren“, so der Stadtwerkesprecher. Bei der Feuchtsalzstreuung werden 30 Prozent der mitgeführten Streumenge in Form von Sole geladen. Die Benetzung des Streusalzes mit Sole erfolgt über eine Düse direkt am Streuteller.

Verbrauch im Rahmen

Insgesamt wurden bisher rund zehn Tonnen Streusalz verbraucht. Damit halte sich der Einsatz „bisher in Grenzen“. Auf einen weiteren Wintereinbruch sei der Streudienst in der Stadt vorbereitet. „Wir sind gut aufgestellt und haben ausreichende Mengen vorrätig. Wir haben unlängst eine Lieferung Sole erhalten, so dass wieder ausreichend vorhanden ist“, betont der Stadtwerkesprecher.

„Auch von den Bundes- und Landesstraßen im Landkreis Leer, die von der Straßenmeisterei Leer betreut werden, gab es keine besonderen Vorkommnisse und der Winterdienst verlief normal“, sagt Frank Buchholz, Leiter der Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Aurich. Selbst der angekündigte Glätteeinbruch am Montag habe sich durch den frühzeitigen Einsatz als kein Problem dargestellt. Auch die Straßenmeisterei setze bei ihrer Arbeit auf Feuchtsalz. Dies habe mehrere Vorteile gegenüber normalem Salz. Es wirke beispielsweise schneller, könne genauer dosiert werden und werde nicht verweht. „Grundsatz beim Salz streuen ist: So wenig wie möglich – nur so viel wie nötig“, betont Buchholz. Bei einem mittleren Salzverbrauch von ca. 20 g pro Quadratmeter würden rund 174 Tonnen Salz pro Umlauf im gesamten Bezirk des Geschäftsbereiches Aurich benötigt. Es könne aber auch deutlich weniger sein, da die Fahrzeuge den Bedarf steuern können.

Geholfen hat auch, dass das für vergangenen Montag angekündigte Glättechaos die Region verschont hatte. In Ostfriesland hatten die Einsatzkräfte vergleichsweise wenig zu tun: Es sei am Montag zu keinerlei Glätteunfällen gekommen, teilten sowohl die Polizeiinspektion Leer/Emden als auch die Inspektion Aurich/Wittmund mit. Dabei hatte der Deutsche Wetterdienst auch für Ostfriesland vor Glatteisgefahr gewarnt.

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