Kündigung in Auricher Verwaltung  Aurichs Klimaschutzmanager geht in seine Heimat zurück

Gabriele Boschbach
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Von Gabriele Boschbach
| 20.12.2022 14:47 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Klimafreundliche Mobilität wird Patrick Menzel demnächst für jemand anders propagieren. Foto: Archiv/Boschbach
Klimafreundliche Mobilität wird Patrick Menzel demnächst für jemand anders propagieren. Foto: Archiv/Boschbach
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Stadtbaurätin Alexandra Busch-Maaß hat die Kündigung von Patrick Menzel erhalten. Der 28-Jährige ist der dritte Inhaber dieser Stelle innerhalb von zwei Jahren.

Aurich - So hatte sich Aurichs Stadtbaurätin Alexandra Busch-Maaß den Jahresausklang nicht vorgestellt: Am Montag hat sie die Kündigung von Patrick Menzel entgegengenommen. Ihr Mitarbeiter ist als Klimaschutzmanager erst seit dem 15. Juni im Amt. Es ist der dritte Inhaber dieser Stelle in zwei Jahren. Aus persönlichen Gründen werde er jetzt in seine Heimat zurückkehren, hieß es. Aller Voraussicht nach wird er noch bis Mitte Januar für die Stadt Aurich tätig sein. Alexandra Busch-Maaß sagt, dass sie diesen Schritt sehr bedauere. Der 28-Jährige habe sich sehr engagiert eingebracht, unter anderem beim Stellen von Förderantragen und beim Thema Elektromobilität in Aurich. Er war mit dafür zuständig, dass das Klimaschutzkonzept umgesetzt wird. Es enthält 33 Punkte, einer betrifft die Moorvernässung. Das war ein Steckenpferd von Patrick Menzel. Wachsende Hochmoore geben kaum klimaschädliches Kohlendioxid ab, sondern lagern Kohlenstoff ein. So können klimaschädliche Treibhausgase in großen Mengen eingespart werden.

Mit ihren Klimaschutzmanagern hat die Stadt kein Glück. Nach wenigen Monaten hatte alle genug. Evelyn Brudler, die Vorvorgängerin von Patrick Menzel, war von Dezember 2020 bis zum Sommer 2021 für den Klimaschutz in Aurich zuständig. Nur acht Monate lang, dann kündigte sie. Das war auch bei Dr. Katharina Heidtmann der Fall. Sie blieb ein halbes Jahr, vom November 2021 bis April 2022. Bereits im Juni 2019 hatte der Rat beschlossen, diese Stelle zu schaffen, deren Kosten zu zwei Dritteln vom Bundesumweltministerium getragen werden. Eine Kandidatin, die schon zugesagt hatte, sprang vor drei Jahren aus persönlichen Gründen kurzfristig ab. Auch der Ersatzkandidat machte in letzter Minute einen Rückzieher.

Alexandra Busch-Maaß kann diese Wechselfreudigkeit nicht nachvollziehen. Das Thema Klimaschutz sei strukturell in Aurich gut aufgestellt. Vor etwas mehr als einem Jahr sei ein eigener Fachdienst Klima/Umwelt/Verkehr etabliert worden. Außerdem sei ein eigener Ausschuss für Klima, Umwelt und Verkehr geschaffen worden. Für die Leitung des Fachdienstes wurde am 1. Juli Marisa Tammen eingestellt.

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