Tierschutzverein Rheiderland  Uneinigkeit über Lage im Tierheim

Vera Vogt
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Von Vera Vogt
| 18.12.2022 17:26 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Es gibt Uneinigkeit im Vorstand des Tierschutzvereines Rheiderland. Symbolfoto: Pixabay
Es gibt Uneinigkeit im Vorstand des Tierschutzvereines Rheiderland. Symbolfoto: Pixabay
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Es gibt weiterhin Uneinigkeit beim Tierheim in Stapelmoor. Im Vorstand sieht man die Aufnahme von Tieren unterschiedlich. Jetzt soll eine andere Partei die Lage klären.

Stapelmoor - Im Vorstand des Tierschutzvereins Rheiderland herrscht Uneinigkeit über den Zustand im Tierheim Stapelmoor, das von dem Verein betrieben wird. Vor Kurzem hat sich die Führung des Vereins mit Vertretern der Ordnungsämter von Papenburg und Weener an einen Tisch gesetzt.

An dem Gespräch nahmen die erste Vorsitzende des Tierschutzvereins und zugleich auch Tierheimleiterin Iris Holzapfel, der zweite Vorsitzende Dennis Olker, der Leiter des Ordnungsamtes Papenburg Matthias Heyen und seine Kollegin aus Weener, Ordnungsamtsleiterin Xenia Nording, teil. Im Anschluss an das Gespräch betonte Heyen: Die Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein Rheiderland in den vergangenen 18 Jahren ist sehr gut gewesen und soll weitergeführt werden. Als Grundlage für die weitere Vorgehensweise soll allerdings eine Stellungnahme des Kreisveterinäramtes eingeholt werden. Wenn diese vorliege, seien Gespräche zur künftigen Ausrichtung des Vereins geplant, „zu denen wir als Vertreter der Kommunen eingeladen werden und gerne teilnehmen“, bietet Heyen an.

Zu viele Tiere oder nicht?

Uneinigkeit herrscht derzeit darüber, ob im Tierheim zu viele Tiere bei zu wenig Personal untergebracht sind oder nicht. Dieser Meinung ist der zweite Vorsitzende Dennis Olker. Seine Lebensgefährtin, Anke Wilken, hat nach eigenen Angaben unter anderem deshalb ihre Nachfolge als Tierheimleiterin kurz nach dem Start hingeworfen. Mitarbeiter müssten Zeit haben, um die Hunde zu beschäftigen, das sei nicht der Fall, sagte sie Anfang Dezember. „Trotz der Dringlichkeit wurde ein Aufnahmestopp durch die erste Vorsitzende abgelehnt“, so Wilken.

Die langjährige Tierheimleiterin und erste Vorsitzende des Vereines, Iris Holzapfel blieb also in der Verantwortung. Sie wehrt sich gegen die Vorwürfe, die auch in den sozialen Medien erhoben werden. „Die letzten beiden Privatabgaben an Hunden, die ich abgelehnt habe, sind dann als Fundhunde hier hergekommen. Man kann die Tiere ja nicht draußen sitzen lassen. Einen Stopp in der Form haben wir nie gemacht“, sagt sie. Und die Zahl der Katzen sei im Rahmen dessen, was das Heim aufnehmen dürfe.

Die Städte Weener und Papenburg sowie weitere Kommunen haben mit dem Tierschutzverein Rheiderland, der das Heim in Stapelmoor betreibt, eine Vereinbarung über die Aufnahme und Versorgung von Fundtieren geschlossen.

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