Politik  Letzter Rat 2022 in der Krummhörn

Claus Hock
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Von Claus Hock
| 12.12.2022 08:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Wie geht es weiter mit den Ferienwohnungenin Greetsiel? Auch darüber muss der Gemeinderat in diesem Jahr noch diskutieren. Symbolfoto: Archiv
Wie geht es weiter mit den Ferienwohnungenin Greetsiel? Auch darüber muss der Gemeinderat in diesem Jahr noch diskutieren. Symbolfoto: Archiv
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Neben Gebühren stehen der Neubau eines Feuerwehrhauses und Bebauungspläne in Greetsiel auf der Tagesordnung. Der Krummhörner Gemeinderat tagt am Montag zum letzten mal in diesem Jahr.

Krummhörn - Zum letzten Mal in diesem Jahr tagt der Gemeinderat in der Gemeinde Krummhörn. Am Montag, 12. Dezember, geht es um die Neufassung vieler Gebührensatzungen, aber auch um wegweisende Themen wie eine weitere Veränderungssperre für Greetsiel und den Neubau eines Feuerwehrhauses.

Die öffentliche Sitzung beginnt um 18.30 Uhr in der Mensa der IGS Krummhörn in Pewsum.

Kommt eine weitere Veränderungssperre im Küstenort?

Während die Anpassung der Gebührensatzungen vor allem dazu dient, geplante Gesetzesänderungen umzusetzen, könnte es bei der weiteren Veränderungssperre für Greetsiel erneut zu Diskussionen kommen. Erst in diesem Jahr hatte es die Freie Bürgerliste Krummhörn (FBL) nach Jahren geschafft, für einen Bebauungsplan in Greetsiel (0530 „Edzard-Cirksena Straße und Klaus-Störtebeker-Weg“) eine Überarbeitunmg auf den Weg zu bringen. Ziel ist es, Art und Anzahl der Ferienwohnungen stärker zu lenken.

Die Entscheidung hatte für starke Diskussionen gesorgt. Kritiker, auch aus den Reihen des Rates, befürchteten, dass nun bislang im Graubereich geführte und genehmigte Ferienwohnungen geschlossen werden. Eine Befürchtung, die sich zumindest bis Anfang November – mehr als ein halbes Jahr nach dem Beschluss – nicht bewahrheitet hat. „Es wurde bislang keine Nutzungsuntersagung ausgesprochen“, so der dafür zuständige Landkreis Aurich auf Nachfrage Anfang November. „Einzelne Fälle befinden sich derzeit in individueller Prüfung. Im Rahmen dieser Prüfung wird unter anderem auch der Stand der Bauleitplanung der Gemeinde Krummhörn für den jeweiligen Bereich berücksichtigt“, hieß es weiter.

Diskussion um Greetsiel

Die ebenfalls beschlossene Veränderungssperre war notwendig, um bis zur geplanten Überarbeitung des Bebauungsplanes vor weiteren Veränderungen im Straßenbild geschützt zu sein. Die FBL möchte den gleichen Weg nun auch für weitere Bereiche in Greetsiel gehen. Genauer: für die Straßen „Pilsumer Weg“, „Pferdekoppel“ und „Boomstroat“ sowie „Achterum“.

Im zuständigen Fachausschuss gab es dazu viele Diskussionen, der Ausschuss sprach sich gegen den Antrag aus. Aber die endgültige Entscheidung fällt der Gemeinderat. In Teilen der benannten Gebiete gibt es bislang auch noch gar keine Bauleitplanung, es ist also gar nicht genauer festgelegt, was und wie da gebaut werden darf.

Bebauungsplan Feuerwehr-Ost

Für Diskussionen ganz anderer Art hatte jüngst der Neubau von Feuerwehrhäusern in der Krummhörn gesorgt. Teile der Feuerwehr-Nord hatten mit Austritt gedroht, weil das versprochene neue Feuerwehrhaus in Greetsiel weiter auf sich warten lässt. Die Krise konnte abgewendet werden.

Zu Veränderungen kommt es aber auch beim geplanten Neubau für die Feuerwehr-Ost in Eilsum. Hier musste das Regenrückhaltebecken neu geplant werden. Deswegen muss der notwendige Bebauungsplan neu ausgelegt werden. Auch darüber hat der Rat am Montag zu entscheiden.

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