Kubickis Kritik an Ministern  Ein echter Querulant

Tobias Schmidt
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Ein Kommentar von Tobias Schmidt
| 05.12.2022 17:27 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ätzt gegen die Ampel-Kollegen: FDP-Vize Wolfgang Kubicki. Foto: Michael Kappeler / dpa
Ätzt gegen die Ampel-Kollegen: FDP-Vize Wolfgang Kubicki. Foto: Michael Kappeler / dpa
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FDP-Vize und Ampel-Querulant Wolfgang Kubicki läuft zu Höchstform auf. Nach Robert Habeck knöpft er sich Karl Lauterbach vor. Ein Ablenkungsmanöver von den Schwächen der FDP.

Mit konstruktiven Vorschlägen hält sich FDP-Vize Wolfgang Kubicki zurück. Dafür ledert er nach Kräften gegen die Koalitionspartner. Nachdem er Wirtschaftsminister Robert Habeck von den Grünen Klientelpolitik und Mogeleien vorwarf, spricht er jetzt Gesundheitsminister Karl Lauterbach von der SPD jegliche Ministerqualitäten ab und erhofft sich dessen Abberufung. Das bringt ihm auf Twitter und Co. viel Zuspruch ein. Ampel-Bashing trendet mega.

Die FDP sitzt allerdings selbst in der Regierung. Und deren Kabinettsmitglieder gehören nicht zu den Leuchttürmen: Parteichef und Finanzminister Christian Lindner verzögerte die Gas- und Strompreisbremsen und trickst beim Haushalt. Verkehrsminister Volker Wissing verhindert die Verkehrswende. Von Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger ist erst gar nichts zu hören.

Was an Kubickis Lauterbach-Kritik zudem irritiert: Die FDP hat dessen Hardcore-Coronapolitik verhindert. Es gibt keine allgemeine Impfpflicht, keine allgemeine Maskenpflicht. Das wäre mal ein Punkt, mit dem die Liberalen ihre Existenz rechtfertigen könnten. Doch der Parteivize tut lieber so, als wäre das Land quasi noch im Lockdown. An den Regierungspartnern rummäkeln und die eigenen Erfolge verstecken: Wenn er so weitermacht, schießt Kubicki seine Partei nicht nur aus immer mehr Landtagen, sondern vielleicht ja auch wieder aus dem nächsten Bundestag.

Den Autor erreichen Sie unter mantel@zgo.de

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