Auricher 37:34-Sieg  Nachwuchsmann sorgt für das 37. OHV-Tor

Theo Gerken
|
Von Theo Gerken
| 04.12.2022 20:59 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
37 Tore warf der OHV, fünf davon Maxim Pliuto. Fotos: Doden/Emden
37 Tore warf der OHV, fünf davon Maxim Pliuto. Fotos: Doden/Emden
Artikel teilen:

Aurichs Handball-Trainer Pedro Alvarez bewies im Drittliga-Spiel Mut. Das zahlte sich gegen das Schlusslicht in der Sparkassen-Arena aus.

Aurich - Am Ende tanzten nach dem Schlusspfiff nur die Auricher Spieler. Vor 620 Zuschauern gewannen die Handballspieler des OHV Aurich das erste Spiel der Rückrunde in der 3. Liga, Staffel Nord, gegen DHK Flensborg in der Auricher Sparkassen-Arena mit 37:34 (Halbzeit 22:17). Dabei wurde es in den letzten Minuten noch einmal spannend, DHK Flensborg kam noch heran und verkürzte auf 34:36. Viel Mut bewies Aurichs Trainer Pedro Alvarez in den letzten Spielminuten mit dem Einsatz von vier Nachwuchsakteuren und hatte damit Erfolg, denn erst 14 Sekunden vor Schluss erlöste der eingewechselte Nico Gronau die schon zitternden Auricher Fans mit seinem Treffer zum 37:34-Endstand. „Ich freue mich, dass ich die jungen Spieler noch einsetzen konnte, auf sie wartet noch viel Arbeit“, meinte Alvarez nach dem Abpfiff.

Spieldaten

Aurich: Jungvogel, Kuksa; Wendlandt (9), Vorontsov (2), M. Pliuto (5), N. Pliuto (2), Wark (5), Hertlein (3), Radjenovic (5), H. Stoehr, S. Stoehr, Meinke, N. Gronau (1) Crnic (5, davon 4 Siebenmeter)

Spielfilm: 4:3 (7.), 7:8 (14.), 11:12 (19.), 18:14 (25.), 22:17 (30.), 26:23 (40.), 31:25 (47.), 36:30 (55.), 36:34 (59.), 37:34

Zeitstrafen: Aurich (4); Flensborg (3)

Disqualifiziert: Evgeny Vorontsov (OHV, 26. Spielminute)

Siebenmeter: Aurich 4/4 verwandelt; Braunschweig 7/6 verwandelt

Zuschauer: 620

Irgendwie zerfahren begann die Begegnung zwischen dem OHV Aurich und dem Tabellenletzten. Aurichs Trainer Alvarez musste weiterhin auf die noch verletzten Petar Puljic und Wilke de Buhr verzichten, hatte seinen knappen Kader allerdings mit vier Nachwuchsspielern ergänzt. Gegen die schnell vorgetragenen gegnerischen Angriffe fand die Auricher Deckung zunächst nicht die richtigen Mittel. Gut, dass der im ersten Abschnitt eingesetzte Torhüter Marten Jungvogel schon in den ersten Minuten zweimal erfolgreich parierte.

Kreisläufer trifft 15-mal

Auf der anderen Seite hatten Kevin Wendlandt und Evgeny Vorontsov Pech mit Latten- und Pfostentreffern. Schon nach zehn Minuten erhielt Nikita Pliuto eine Zeitstrafe, nur sechs Minuten später sogar noch eine zweite. Die Gäste nutzten die Auricher Fehler im Angriff und trafen in das wegen eines weiteren Feldspielers verlassene Auricher Tor. Kevin Wendlandt sorgte mit seinen nacheinander drei präzisen und genauen Würfen aus dem Rückraum dafür, dass Aurich aus einem 11:12-Rückstand eine 14:12-Führung machte. In der 26. Spielminute wurde dann Aurichs Evgeny Vorontsov nach einem Foul an Flensburgs Melf Hagen mit Roter Karte disqualifiziert.

Viele Fehlabgaben im Aufbauspiel der beiden Kontrahenten zogen sich durch die gesamte zweite Spielhälfte. Fast kein Mittel fand die Auricher Abwehr gegen Marcel Möller, den agilen Kreisläufer des DHK, der zehn Feldtore warf und zudem auch vom Siebenmeterpunkt fünfmal erfolgreich war. Nur einmal fand Möller im Auricher Schlussmann Edgars Kuksa seinen Meister.

Pliuto-Heber sorgt für Staunen

Die Abwehr der Gäste „kümmerte“ sich nach der Pause doch etwas intensiver um Kevin Wendlandt und Rade Radjenovic. Dafür kam Jonas Wark ab der 40. Minute immer stärker zur Geltung. Wark setzte sich im Eins-gegen-Eins gegen die gegnerische Abwehr durch und sorgte mit seinen insgesamt fünf Toren dafür, dass sein Team in Führung blieb.

Ein schöner Heber von Maxim Pliuto zum 36:30 nach 55 Minuten ließ die Zuschauer noch einmal jubeln. Doch die Gäste gaben nicht auf und kamen noch auf 34:36 heran.

Ähnliche Artikel