Quote bald erfüllt Emden hat in diesem Jahr nun fast 1100 Geflüchtete aufgenommen
Am Donnerstag wurde die aktuelle Zahl der aufgenommenen Geflüchteten in Emden genannt. Die Quote, die bis März gilt, ist damit fast erfüllt.
Emden - In den letzten Wochen sei es „etwas ruhiger“ bei der Zuweisung von neuen Geflüchteten in Emden geworden. Das sagte Kerstin Snakker, Leitern des Fachbereichs Gesundheits und Soziales, am Donnerstag im Gesundheitsausschuss des Rats. In diesem Jahr habe die Stadt nun fast 1100 Menschen aufgenommen. Ein Großteil stamme aus der Ukraine.
„Wir sind jetzt relativ weit in der Erfüllung unserer aktuellen Zuweisungsquote“, erklärte sie. Diese gilt bis März. Bis dahin könnte die Stadt nur noch etwa 100 Menschen aufnehmen. „Wir rechnen damit, dass wir mit unseren jetzigen Einrichtungen den Bedarf decken können.“ Man sei vorbereitet auf neue Zuweisungen. Von diesen erfahre die Stadt vom Land meist drei bis fünf Tage vor Ankunft der Geflüchteten. Zu Beginn des Kriegs in der Ukraine waren innerhalb kürzester Zeit mehr Menschen nach Emden gekommen, als in den Jahren der zuletzt starken Fluchtbewegung 2015 und 2016.
210 Menschen leben in Nordseehalle und Schule
Voraussetzung dafür, dass es in Emden weiterhin händelbar bleibe, sei, dass das Land nicht überraschend die Quote erhöht. In der Nordseehalle leben derzeit 140 Menschen, sagte Unterkunfts-Leiter Stephan Oelrichs bei einem Pressegespräch diese Woche. 40 davon sind unter 18. Die Barenburgschule hat derzeit knapp 70 Gäste, wie Oelrichs die Geflüchteten nennt. 20 davon sind Kinder und Jugendliche. In der Cassens-Villa leben 36 Personen, 15 davon sind unter 18 Jahren alt. Zu Beginn der Zuweisung hatte die Stadt noch verstärkt versucht, die Menschen aus der Ukraine dezentral unterzubringen. Rund 140 Wohnungen und Häuser wurden angemietet. Doch der Markt ist leer. Die Familien, die jetzt in den Sammelunterkünften leben, bleiben dort meist länger, als eigentlich von der Stadt gewünscht.
Die Emder Jugendherberge wird vom Land als Außenstelle für Geflüchtete genutzt, die nicht aus der Ukraine stammen. Dort können bis zu 135 Personen leben. Zuletzt waren es 75 Bewohnerinnen und Bewohner (Stand 14. November). Zunächst bis März will das Land die Herberge nutzen.